Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Was relative Worte oder Sätze verschleiert | 996. Worin besteht nun dieser Schleier, der relative Analysen unwirklich oder zu Illusionen macht? Ja, er besteht in eben dem Umstand, dass man zwischen dem "festen Punkt" und der "Bewegung" nicht unterscheidet. Man unterscheidet also nicht zwischen "dem, der erlebt" und "dem, was erlebt wird". Und das Resultat muss zwangsläufig sein, dass man die kosmische Analyse oder Äußerung des Welterlösers wie auch jede andere kosmische Analyse als eine zeitliche Erscheinung ansieht. Anstatt sie vom wirklichen "festen Punkt" oder dem ewigen "Etwas, das ist" aus zu beurteilen, beurteilt man sie von etwas Vergänglichem aus, beurteilt sie von der Auffassung ausgehend, dass dieses Vergängliche, also in Wirklichkeit der Organismus, und das ewige "Etwas" identisch sind. Da der Organismus eine "zeitliche" Erscheinung ist, kann alles, was man von dieser Erscheinung ausgehend misst, nur zu einem "zeitlichen" Fazit führen, das, wie der Leser bereits weiß, nur das Verhältnis einer "Bewegung" zu einer anderen "Bewegung" zum Ausdruck bringen kann. Aber eine Analyse, die nur das Verhältnis einer "Bewegung" zu einer anderen "Bewegung" beinhaltet, kann niemals ein wahrer Ausdruck für oder eine wirkliche Analyse von etwas Ewigem oder Unveränderlichem sein oder von "Etwas", das nicht "Bewegung" ist. Das ewige "Etwas", das notwendigerweise hinter dem Organismus als "fester Punkt", um den herum dieser Organismus entsteht und sich "bewegt", existieren muss, ist also unbeweglich und kann niemals "das" sein, "was bewegt oder verändert wird". Wenn das nicht so wäre, könnten weder kosmische noch materialistische, weder relative noch absolute, weder zeitliche noch ewige Fazite jemals entstehen. Ja, es gäbe überhaupt keine Form von Bewusstsein oder Leben, denn der Kontrast, ohne den jede Wahrnehmung und damit jedes Erleben des Lebens absolut unmöglich wäre, würde vollkommen fehlen. |
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