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Lesen und suchen im Das Dritte Testament
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(1053-1590) 
 
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"Gedanken­ver­wir­rung" und ihre Konse­quenzen. Die "Wächter der Schwelle"  1062. Wenn wir als unerschütterliche physische Fazite zum Ausdruck bringen, dass es weder "ewige Einwicklung" noch "ewige Entwicklung" noch einen "ewigen Spiralkreislauf" gibt und darüber hinaus ebenfalls als unerschütterliche physische Fazite lehren, dass es weder Liebe noch Göttlichkeit oder ähnliches gibt, dann machen wir uns also wie im Vorgenannten gezeigt einer ziemlich gefährlichen Übertretung der Gesetze der Logik schuldig. Ja, eine größere gedankliche Abnormität kann auf diesen Gebieten nicht offenbart werden. Unser Auftreten als Opfer einer Gedankenverwirrung im Hinblick auf die Darlegung und das Verständnis der Analysen von Zeitlichkeit und Ewigkeit im "Livets Bog" ist also offenkundig. Es geht uns darum, die vollkommene Klarheit des ehrlichen und reifen Forschers über die kosmischen Analysen des "Livets Bog" und die daraus folgende richtige Anwendung dieser Analysen zu stabilisieren, wenn wir hier den neuen Band mit einer besonderen Betonung dessen einleiten, wie diese Analysen verstanden werden müssen sowie unter welchem Gesichtspunkt die Dinge Illusion sind und unter welchem Gesichtspunkt sie Wirklichkeit sind, denn ohne dieses Verständnis wäre die Ausbeute des Lesers aus diesen Analysen in größerem oder geringerem Maße eine Gedankenverwirrung, ein Phänomen, das umso gefährlicher für den Leser ist, als es oft, namentlich wenn er geistig noch unreif ist, geradezu zu einem der "Wächter der Schwelle" wird.
      Gedankenverwirrung oder das Missverstehen der höchsten Analysen des Lebens legt in diesem Fall einen mehr oder weniger undurchsichtigen, dunklen und klammen mentalen Nebel über die wirkliche Wahrheit, die versteckt in den Wortformen der Analysen liegt. Und so werden diese Wortformen für diesen Forscher zu leeren Worthülsen. Und anstatt auf die wirkliche und absolute Wahrheit zu treffen, die in den Wortformen der Analysen verborgen liegt, trifft er jetzt nur auf den Schatten seines eigenen unfertigen Bewusstseins oder auf das Jonglieren mit den leeren Worthülsen.
      Und um so viel wie möglich von diesem Schlagschatten der Gedankenverwirrung und des Missverstehens vom Weg des Lesers hin zur Wahrheit und zum Licht zu entfernen, haben wir immer wieder die Lebensdetails des Lebewesens so gründlich vertieft, teils als "X-Analysen", teils als "Lebenssubstanzen" oder "feste Punkte" und "Grundfazite" und teils als "zeitliche" Analysen. Aber wir wollen sogleich hinzufügen, dass man sich das volle Verständnis der höchsten Analysen des Lebens und damit das Erleben der höchsten Wahrheit unmöglich aneignen kann, indem man die Analysen einfach nur liest. Das ist einzig und allein möglich, indem man sie lebt. Das Lesen kann dem Schüler die theoretische Begründung für die Willensführung der vollkommenen Lebensweise in Kontakt mit dem Liebesgesetz geben. Aber das Praktizieren dieser Form von Willensführung ist ausschließlich das einzige, was das Bewusstsein des Schülers für die größte Einweihung des Lebens öffnen kann: für das Selbsterleben der ewigen Fakten, für seine eigene unsterbliche Existenz in der Einheit mit der Gottheit.


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