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   Ziff.:  
(1053-1590) 
 
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Das "Lebewesen" ist "Zeit" und "Ewigkeit", "Gottheit" und "Leben" offenbart in Fleisch und Blut  1075. Wie wir hier gesehen haben, ist das "Lebewesen" also dasselbe wie die "Zeit" und die "Ewigkeit", in Fleisch und Blut auftretend, wobei die beiden letztgenannten Phänomene wiederum hier in diesem Zusammenhang dasselbe sind wie die Kombination der Materie in einem "lebenden Organismus". Es kann überhaupt keine Form von Materie existieren, ohne eben "Fleisch" und "Blut" in einem Organismus zu sein. Aber das bedeutet natürlich nicht, dass dieses "Fleisch" und "Blut" dieselbe rote Farbe haben wie Fleisch und Blut im Erdenmenschen. Das "Blut" der Pflanze, d.h. ihr Lebenssaft, hat ja die klare Farbe des Wassers, so wie ihr "Fleisch" hauptsächlich in grüner Farbe auftritt, und im "Fleisch" des Fisches dominiert das Weiß. Was den Erdball betrifft, so besteht der Lebenssaft oder das "Blut" ja aus den Wassermassen der Ozeane, Seen und Flüsse. Das Wasser ist in seinem normalen Auftreten auch nicht rot, und doch ist es ein ebenso absolut unentbehrlicher Lebenssaft für den Organismus der Erde, wie es das rote Blut für Tiere und Menschen ist. Ohne Wasser wäre der Planet nur eine eingetrocknete oder eingeschrumpfte und leblose Mumie oder Materienmasse. Was das "Fleisch" des Planeten, d.h. seine Humus-, Erd-, Sand- und Lehmmassen, seine Kohle- und Chemikalienablagerungen, betrifft, so sind diese Phänomene ja auch nicht an die rote Farbe des erdenmenschlichen Fleisches gebunden, ebenso wie ihr Skelett, d.h. ihre Granitklippen und die anderen Steinmassen und Mineralformationen, auch nicht mit der weißen Farbe des erdenmenschlichen Skeletts auftritt. Kosmisch gesehen ist jegliche Materie also "Fleisch" und "Blut" in Organismen und kann unmöglich etwas anderes sein. Deshalb ist alles "lebendig". Dieses Leben ist wiederum dasselbe wie das "Erleben" und das "Erlebende", die wiederum dasselbe sind wie die "Zeit" und die "Ewigkeit", die, wie wir wissen, unmöglich getrennt voneinander auftreten können und deshalb ihrer höchsten Analyse nach nur als eine Einheit in Gestalt eines ewig existierenden "Lebewesens" auftreten können. Das "Lebewesen" ist also in seinem Auftreten unerschütterlich eine Inkarnation von "Zeit" und "Ewigkeit". Dort, wo das eine oder das andere dieser beiden Phänomene nicht vorkommt, existiert kein "Lebewesen". Aber da sie untrennbar sind, kann an überhaupt keinem Ort etwas vorkommen oder existieren, was kein "Lebewesen" ausdrückt. Alles ist Leben, alles ist "lebendig".
      Kann dem "Lebewesen" ein höherer, herrlicherer oder schönerer Traum, eine höhere, herrlichere oder schönere Offenbarung widerfahren als die, die hier durch die eigene Sprache des Lebens zu realer Wirklichkeit geworden ist, nämlich die, dass das "Lebewesen" selbst "Zeit" und "Ewigkeit" ist und eine andere "Zeit" und "Ewigkeit" absolut nicht existieren, und darüber hinaus bestätigt zu bekommen, dass diese "Zeit" und diese "Ewigkeit" unmöglich existieren können, ohne eine untrennbare Einheit zu sein, wodurch die Identität des Wesens mit der "Ewigkeit" garantiert wird als "eine ewige Beherrschung der Zeit", als "ein ewiges Erleben des Raumes", als "eine ewige Manifestation des Selbst" und damit als "eine ewige Offenbarung von Gottes Abbild", d.h. von "Gottes Wesen"? Wahrlich, für dieses Wesen sind "ein Tag wie Tausend Jahre und Tausend Jahre wie ein Tag".
      Ist es hier nicht leicht zu verstehen, dass ‒ selbst wenn wir die "Schwingen der Morgenröte hätten und am äußersten Meer wohnten" oder wir auf den Strahlen des Lichtes Tausende und Abertausende Lichtjahre hinaus in den ewigen Raum reisen würden, zu fernen Sonnenstädten, Sternenwelten, Planeten und Himmelsgegenden mit anderen Menschen, Tieren, Pflanzen und Mineralien ‒ wir uns auch dort in dieses strahlende Wesen der Gottheit eingehüllt sehen und erleben würden, dass die Sphäre der Unendlichkeit in uns lebt, sich bewegt und ist. Der zurückgelegte Raum ist unsere "Vergangenheit". Der vorbei gleitende Raum ist unsere "Gegenwart" und der uns entgegenkommende Raum ist unsere "Zukunft". Das Weltall ist unser "Bewusstsein". Wir sind die Zeit und die Ewigkeit, die Gottheit und das Leben – offenbart in Fleisch und Blut. Diese Offenbarung ist das "Lebewesen".


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