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   Ziff.:  
(1053-1590) 
 
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Ein "Erlebnis" oder "Gedanke" muss, um voll­kommen zu werden, den "Spiral­kreis­lauf" durchlaufen und ist dem Rein­karna­tions­prinzip genauso unter­worfen wie das Lebe­wesen  1094. Da jegliche Wahrnehmung auf einem perspektivischen Verhältnis beruht – d.h. dem Verhältnis eines wahrgenommenen Dinges zu dem Zentrum des Wahrnehmungsbereichs, durch das es wahrgenommen wird –, ist damit jede Wahrnehmung oder jedes Erleben gezwungenermaßen von Natur aus "individuell", weil ja kein Wesen das erlebende Zentrum in einem anderen Wahrnehmungsbereich als seinem eigenen sein kann. Für ein jegliches Erleben gilt deshalb, dass sein Auftreten, sein Charakter und seine Natur in Wirklichkeit eine Beschreibung von oder ein Ausdruck für das Verhältnis des erlebten Dinges zum Zentrum im Wahrnehmungsbereich des erlebenden Wesens ist. Wenn ein Wesen über ein anderes Wesen sagt, dass es "böse" ist, dann drückt es damit also in Wirklichkeit nur die spezielle "Ortsbezeichnung" aus, die die Handlungsweise des genannten Wesens in seinem Wahrnehmungsbereich bekommen hat. Das Terrain des genannten Wahrnehmungsbereichs erstreckt sich von der "Peripherie" bis zum "Zentrum" und macht so einen kreisförmigen oder besser einen kugelförmigen Bereich aus. Ein jegliches Erleben eines Dinges muss somit innerhalb dieses Bereichs stattfinden. Außerhalb des genannten Bereichs kann das Individuum unmöglich etwas erleben. Ob sich das Ding in der Peripherie oder im Zentrum oder an einem anderen "Ort" zwischen diesen beiden äußersten Punkten befindet, ist abhängig vom "Aufenthaltsort" des erlebenden Wesens im "Spiralkreislauf". Wo auch immer das Individuum sich auf der physischen Ebene hinbewegt, hat es immer seinen Wahrnehmungsbereich oder seinen Wahrnehmungshorizont um sich, aber die Details dieses Horizonts sind nicht permanent dieselben. In dem Maße, in dem sich das Individuum vorwärts bewegt, bleiben die Details immer weiter zurück, um schließlich hinter der Horizontlinie zu verschwinden, während neue in Erscheinung treten und sich dem Zentrum immer mehr nähern, um dort einen entscheidenden Einfluss auf die Willensführung und das ganze Lebenserleben des Wesens zu nehmen. Die Dinge bewegen sich also nicht mit in unserer Bewegung. Auf ganz genau dieselbe Weise verhält es sich mit unserer mentalen "Vorwärtsbewegung". Die Details oder Dinge in unserem Wahrnehmungsbereich bewegen sich hier auch nicht mit. Da wir uns, mental gesehen, unaufhörlich vorwärts bewegen und somit niemals "absolut stillstehen", ist alles, was wir wahrnehmen oder erleben, genauso unaufhörlich dabei, innerhalb unseres Wahrnehmungsbereichs seinen Platz zu wechseln. Das, was vorher entfernte, undeutliche Details im Nebeldunst der Peripherie vor uns waren, wird später zu klaren und sich scharf abzeichnenden realen Details im Zentrum, so wie sich diese scharfen Details später wiederum im fernen Nebeldunst der Peripherie hinter uns verlieren. Da jegliches Erleben eines Dinges diese Passage von Peripherie zu Peripherie, das Zentrum passierend, durchlaufen muss, kann es somit nicht erkannt oder wahrgenommen werden außer eben dadurch, dass es im Erlebensaugenblick die eine oder andere "Ortsbezeichnung" in der genannten Passage ausmacht. Während die "Ortsbezeichnung" für die physische Wahrnehmung "Abstand" bedeutet, bedeutet sie auf der kosmischen Ebene "Zustand". Die Passage eines Dinges durch unseren Wahrnehmungsbereich wird also den Sinnen gegenüber gekennzeichnet, indem sie eine Reihe von "Zuständen", d.h. hier: "Verwandlungen", durchläuft. Und da es diese "Verwandlungen" sind, die exakt den "Kreislauf" kennzeichnen, werden wir hier Zeuge dessen, dass ein "Erleben" – dort angefangen, wo es an der äußersten Horizontlinie vor uns auftaucht, bis hin zu dem Punkt, an dem es an der äußersten Horizontlinie hinter uns verschwindet – exakt dasselbe Prinzip durchläuft wie das, dem das "Lebewesen" selbst unterworfen ist, nämlich das "Reinkarnationsprinzip" selbst. Das "Erleben", das seiner tiefsten Analyse nach als "Gedanke" empfunden wird, muss somit, um total und vollkommen zu werden, geradezu das Prinzip des Spiralkreislaufs selbst durchlaufen.


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