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Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(1053-1590) 
 
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Wahrnehmung oder Erleben ist eine ewige Auslösung von "Ursache" und "Wirkung"  1100. Bevor wir in der Passage und Entwicklung des "Gedankens" durch den Kreislauf weitergehen, ist es notwendig, dass wir ein wenig beim Prinzip der Wahrnehmung selbst verweilen. Um "wahrnehmen" zu können, muss man ein "Lebewesen" sein. ‒ Etwas, das nicht "wahrnehmen" kann, kann kein "Lebewesen" sein. Dieses Wesen ist ja gerade dank seiner Fähigkeit, "wahrnehmen" zu können, "lebendig". Da die "Wahrnehmung" wiederum das Erleben von "Ursache und Wirkung" ist, ist sie eine ewige Funktion, denn keine "Wirkung" kann ohne eine vorausgehende "Ursache" entstehen, und keine solche "Ursache" kann existieren, ohne mit den "Wirkungen" einer noch vor diesen "Wirkungen" existierenden "Ursache" identisch zu sein usw. Wenn es einen Zeitpunkt gegeben hätte, zu dem überhaupt keine "Wirkungen" existiert hätten, könnten diese ja auch unmöglich eine "Ursache" bilden, und ohne "Ursache" könnten sich ja keine neuen "Wirkungen" bilden. Es würde eine absolute Stille oder Unbeweglichkeit existieren. Aber eine absolute Unbeweglichkeit oder Stille ist ja dasselbe wie ein "toter Punkt", ein absoluter "Tod" oder ein "Nichts", aus dem unmöglich "etwas" kommen könnte. Totale "Unbeweglichkeit" oder "Stille" kann keine "Bewegung" hervorbringen, und ohne "Bewegung" gäbe es keine "Schöpfung", keine Manifestation, keine Wahrnehmung, kein Erleben und damit kein "Denken", Bewusstsein oder Leben. Das Lebenserleben oder die "Wahrnehmung" der "Lebewesen" ist also eine ewig existierende Funktion, eine ewig wechselnde Auslösung von "Ursache und Wirkung". Und diese Auslösung ist somit identisch mit dem Kreislauf der Stoffe, dessen Stadien hier im "Livets Bog" als die sechs Stadien des "Spiralkreislaufs" bekannt sind, die wiederum die sechs verschiedenen Phasen des Bewusstseinslebens oder Lebenserlebens sind.


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