Stern-Symbol im Menü


Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(1053-1590) 
 
Erweiterte Suche
   

 

Die Wahr­nehmungs­fähig­keit ist eine im Voraus existierende "Ursache", aus der jedes Erlebnis sowie dessen spezielle Phase oder dessen spezielles Stadium im Kreislauf als "Wirkungen" hervorgeht.  1102. Was die "Wahrnehmung" betrifft, so ist sie also das Zentrale in der Auslösung von "Ursache und Wirkung". Damit ein Ding überhaupt "wahrgenommen" oder "erlebt" werden kann, muss etwas, das die Fähigkeit hat, "wahrzunehmen" oder zu "erleben", schon im Voraus existieren. Dieses "Etwas" kennen wir bereits als das "Lebewesen". Wie wir früher schon erwähnt haben, tritt dieses Wesen in einer ewigen Funktion auf, die genau die Bedingung für seine Existenz als etwas "Lebendes" ist. Diese ewige Funktion ist die in Gestalt seiner "Wahrnehmung" auftretende Auslösung von "Ursache und Wirkung". Wenn ein solches "Lebewesen" etwas als "Ahnung" "erlebt" oder "wahrnimmt", so ist dieses "Erleben" ausschließlich identisch mit den "Wirkungen" einer vorausgegangenen "Ursache". Wenn diese "Wirkungen" als "Ahnung" "wahrgenommen" werden und sich in der Wahrnehmung nicht in anderer Weise bemerkbar machen, dann liegt das hundertprozentig an der vorher ausgelösten speziellen "Ursache", deren "Erleben" "Wirkungen" sind. Diese "Ursache" könnte, wie wir später sehen werden, auch von einer solchen Natur gewesen sein, dass sie auf das Wahrnehmungserleben nicht bloß als "Ahnung" gewirkt hätte, sondern auch als eine starke "Vermutung" oder eine Art "Gewissheit" in Form von "Glaube". Ja, sie hätte des Weiteren auf die Wahrnehmung des Wesens in der Weise wirken können, dass das "Erleben" zu realer "Empfindung" geworden wäre, ein konkretes Erleben von "Behagen" oder "Unbehagen" oder sie hätte ein konkretes "Wissen" oder eine Analyse dieses "Erlebens" werden können. Sie hätte auch zu einer allerhöchsten "Liebesbegegnung" oder einem "Zärtlichkeitsaustausch" mit allem "Lebenden" und damit mit der Gottheit oder dem höchsten Wesen werden können, so wie sie noch darüber hinaus auch ein Erleben von allerhöchster "innerer" Seligkeit hätte sein können. Ein jedwedes "Erleben", ein jedweder "Gedanke" geht somit als eine der hier genannten Phasen in das Bewusstsein ein. Und in welche Phase er einzuordnen ist, in welcher er auftritt, hängt somit von der vorausgegangenen "Ursache" ab, dessen "Wirkung" das "Erleben" ist. Diese vorausgegangene "Ursache" ist die "Wahrnehmungsfähigkeit" selbst. Diese ist wie schon erwähnt ewig, aber sie wird dadurch am Leben erhalten, dass sie eine Umbildung von "Ursache" zu "Wirkungen" und von "Wirkungen" zur "Ursache" ist. Sie ist eine Kombination von "Wirkungen" von allem, was das betreffende "Lebewesen" in seinen früheren Leben erlebt hat. Diese "Wirkungen" früherer Leben treten heute also in Form der "Wahrnehmungsfähigkeit" als "Ursache" dafür auf, was dieses Wesen von all den Energieauslösungen oder Einwirkungen des Lebens "wahrnehmen" oder "empfinden" kann, denen es heute ausgesetzt ist oder mit denen es heute in Berührung kommt. Wenn seine "Empfindung" eines Dinges sich heute nur in Form einer sehr unsicheren und nebelhaften "Ahnung" äußert, sodass das Wesen überhaupt nicht verstehen oder begreifen kann, was das ist, was es in diesem Ding vor sich hat, dann bedeutet das also, dass das Wesen noch nie zuvor mit diesem Ding oder dessen Art in Berührung gekommen ist. Es ist in seinem Wahrnehmungsbereich neu aufgetaucht und befindet sich so weit draußen in seiner äußersten Peripherie, dass das Wesen das Ding noch gar nicht klar und deutlich genug unterscheiden kann, um es identifizieren oder mit etwas vergleichen zu können, was es schon kennt.


Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.