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(1053-1590) 
 
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Die Entwicklung oder Passage des "Gedankens" oder "Erlebens" im Kreislauf ist wie die Passage des Lebewesens in demselben Kreislauf "Unterbrechungen", "Reinkarnation" oder "Wiedergeburt" unterworfen. Der Begriff "Tod" ist für die Allgemeinheit zunächst nur ein "Gedanke" im "nebulösen" oder "Ahnungsstadium"  1103. Und es ist möglich, dass das oben genannte Ding mental so fern ist, dass das Wesen in seinem derzeitigen Leben überhaupt noch nicht nah genug an es herangekommen ist, damit es für seine Sinne deutlich genug wird, um es klar oder vollkommen erkennen zu können. Aber obwohl es nicht klar erkannt wird, ist es wie gesagt gleichwohl zu einer "Ahnung" geworden. Die Empfindung einer "Ahnung" ist jedoch dasselbe wie ein werdender "Gedanke". "Ahnung" ist dasselbe wie der "Gedanke" in seinem ersten Entstehen oder seiner ersten Ausformung. Die "Ahnung" ist der "Gedanke" im "nebulösen Zustand". Aber wie schon gesagt kann es geschehen, dass sich das oben genannte Ding, das gegenüber der Wahrnehmungsfähigkeit als "Ahnung" reagierte, in einem solchen mentalen Abstand befindet, dass sich das Individuum ihm überhaupt nicht in gerader Linie nähern kann. Es gibt eine ganze Reihe von anderen mentalen Dingen, die es vorher passieren muss. Diese anderen Dinge können mitunter so dominierend auftreten und die ganze Gedankenkonzentration oder Erlebensfähigkeit des Wesens beanspruchen, dass es in solchen Perioden das oben genannte Ding überhaupt nicht wahrnimmt. Dieses Ding befindet sich dann völlig außerhalb des wachen Tagesbewusstseins des Wesens, um schließlich bei Gelegenheit wieder aufzutauchen, wenn das Individuum weiter gekommen ist und hinter die Phänomene gelangt ist, die das Ding vorübergehend verborgen oder verdeckt haben, sodass es nicht sichtbar war. Das Erlebensprinzip ist also dasselbe wie auf der physischen Ebene. Hier kann man ebenfalls von einem Gipfel aus Phänomene am äußersten Rand oder Umkreis der Peripherie ausmachen. Aber um zu ihnen vorzudringen, sodass man sie deutlicher oder konkret erkennen kann, muss man mitunter tiefe Talsenken passieren, in denen die Phänomene aus dem Blick geraten, bis man wieder zu ausreichend hohen Punkten gelangt. Jedes Mal, wenn die Phänomene außer Sichtweite waren, ist man ihnen somit näher gekommen, d.h., dass sie deutlicher geworden sind. Jedes Mal, wenn man zu einem neuen Gipfel kommt, der den genannten Phänomene näher liegt, wird der Überblick schärfer und immer detaillierter, sodass wir schließlich ganz konkret oder absolut mit den Dingen selbst in Berührung sind. Der Abstand, der die volle Wahrnehmung der Dinge behinderte, wurde überwunden. Und die Dinge sind nicht mehr nur "Ahnungen", sondern treten für uns in ihrer ganzen Absolutheit hervor, sind zu konkretem Wissen oder "Tatsachen" geworden. Ob wir uns in einem physischen oder in einem mentalen Bereich befinden, so gilt doch allgemein, dass die Passage der Dinge durch unsere Wahrnehmung – von ihrem Beginn als schwache nebelartige "Ahnungen" am äußersten Rand des Horizonts bis zu ihrem Zustand als absolute "Tatsache" oder absolutes "Wissen" – etliche Male unterbrochen wird. Diese Unterbrechung liegt an dem Umstand, dass unsere Wahrnehmungsfähigkeit auf andere Dinge konzentriert war. Andere Erlebnisse waren dringender und haben uns gezwungen, uns mit ihnen zu beschäftigen, bevor wir bei den Details im "Ahnungsbereich" ankamen. Wir mussten also notwendigerweise die "Talsenken" passieren und damit vorübergehend die fernen Ziele aus den Augen verlieren, damit wir ihnen überhaupt näher kommen und sie dadurch aus einer solchen Nähe zu sehen bekommen, dass wir zu der richtigen Erkenntnis ihrer wirklichen oder absoluten Analyse gelangen können. Aber in den "Talsenken" gab es auch Details, auf die unsere Sinne reagiert und damit "Erlebnisse" in unserem Bewusstsein erschaffen haben, während wir auf dem Weg zu dem endgültigen oder vollkommenen Erleben der oben genannten entfernteren Ziele unserer Wahrnehmung waren.
      Tiefere physische und geistige Erlebnisse müssen also etliche Male unterbrochen werden, bevor sie ganz vollkommen geworden sind, d.h. bis sie von ihrem nebelartigen Zustand als "Ahnungen" zu einem festen, konkreten oder absoluten Zustand als "Wissen" geworden sind. Aber damit ist die Entwicklung des "Erlebens" oder "Gedankens" dieselbe wie die des "Lebewesens" selbst. Dieses Wesen muss ja auch auf seiner Wanderung vom "Ahnungswesen" (Pflanzenwesen) zum vollkommenen, hochintellektuellen Wesen, das in der "göttlichen Welt" zu Hause ist, eine Serie von "Unterbrechungen" erleben. Diese "Unterbrechungen" sind es, die die Entwicklungsbahn des Wesens mit jener wechselnden Natur auftreten lässt, die wir als "Reinkarnation" oder "Wiedergeburt" bezeichnen.
      Wir sehen hier, dass das Wesen auf seiner Bahn in Richtung Vollkommenheit viele verschiedene Stadien durchlaufen muss und mit diesen voll und ganz beschäftigt ist, obwohl es doch dem Entwicklungsziel in der Ferne Schritt für Schritt mit jedem Stadium, das es passiert hat, näher gekommen ist, sodass es dieses Ziel deutlicher sieht, es immer besser lokalisieren kann, um schließlich ganz an dem Ziel zu sein, wo dieses zu konkretem "Wissen" oder zur absoluten "Tatsache" oder "Wirklichkeit" wird. Jede dieser in der großen Entwicklungsbahn vorkommenden "Unterbrechungen" bezeichnet der Erdenmensch mit dem illusorischen Begriff "Tod". Wie wir hier in unserer Analyse der Entwicklung des "Gedankens" sehen werden, ist der Begriff "Tod" zunächst nur ein äußerst primitiv entwickelter "Gedanke". Dieser Begriff ist zunächst nur ein "Gedanke" im nebulösen Stadium in seiner Kreislaufbahn. Er ist nur eine "Ahnung" ohne konkrete oder reale Details. Die Analyse des "Todes" ist für die Allgemeinheit noch nicht zur tagesbewussten "Tatsache" geworden. Einige Wesen meinen, dass er eine totale Auslöschung oder Vernichtung des betreffenden "Lebewesens" bedeutet, während andere glauben, dass er der Eingang in ein "ewiges Paradies" oder eine "ewige Hölle" ist, während wieder andere zu "ahnen" beginnen, was er wirklich ist, nämlich eine vorübergehende Unterbrechung des physischen Daseins des Wesens. Aus den Analysen im "Livets Bog" wissen wir, dass der "Tod" wie gesagt nur eine vorübergehende Unterbrechung des physischen Lebens zugunsten der Passage des Wesens durch ein geistiges Dasein ist und dass das Wesen mit jedem solchermaßen unterbrochenen physischen Leben, das es erlebt, einem höheren und vollkommeneren "Wissen" oder Bewusstseinszustand immer näher kommt.
      Was aber ist ein vollkommenerer Bewusstseinszustand anderes als genau das von den "nebulösen Gedanken" oder "Ahnungen" hervorgebrachte konkrete "Wissen" oder eine von ihnen hervorgebrachte "Wirklichkeit"? – Ist die Wahrnehmung nicht gerade ein ständiges sich Bewegen in Richtung der Peripheriedetails, so dass diese in den eigentlichen Zentrumsbereich der Perspektive kommen und dort vollkommen real oder zu wirklichen Tatsachen werden, dominierend als Fundament für eine absolut vollkommene Willensführung? – Aber genauso wie die Entwicklung des "Lebewesens" oder seine Passage durch den Spiralkreislauf eine Verwandlung vom "Ahnungsbewusstsein" (Pflanzenbewusstsein) zum wahren oder absolut vollkommenen "Menschen" oder zu dem noch vollkommeneren Wesen ist, das in der höchsten Sphäre oder der "göttlichen Welt" zu Hause ist, wo das höchste kosmische Wissen dominiert, genauso verhält es sich auch mit der Gedankenentwicklung in unserem eigenen Wahrnehmungsbereich. Diese geht wie schon erwähnt mit vorübergehenden Unterbrechungen vor sich, sie durchläuft den "Tod" auf ihrer Bahn im Kreislauf oder auf ihrem Weg von der "Ahnung" zur "Tatsache". Sie ist somit prinzipiell der Reinkarnation oder Wiedergeburt vollständig unterworfen, präzise so wie das "Lebewesen". Und mit der nachfolgenden näheren Darlegung dieser Analyse kommt der entwickelte Forscher hier zu einem sehr großen göttlichen Erleben seines eigenen Bewusstseinsterritoriums und seiner eigenen Identität.


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