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(1053-1590) 
 
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Die Sexualität des vollkommenen Menschenreichs ist weder die normale noch eine abnorme "einpolige Sexualität"  1143. Da die "Nächstenliebe" mit einer neuen Form von Sexualität identisch gemacht wird und die "Nächstenliebe" wiederum sowohl Tieren als auch Menschen gilt oder überhaupt allem Lebenden, wird der Leser hier vielleicht einwenden oder geltend machen, dass eine solche Form von Sexualität eine höchst abstoßende Angelegenheit sein müsste. Auf der vollkommeneren oder höheren Daseinsebene, deren Fundament die genannte Sexualität ist, würde man also geradezu in einem "sexuellen Verhältnis" zu Tieren stehen oder mit ihnen genauso wie mit Menschen "sexuellen Umgang" pflegen. Und hier muss die Antwort unerschütterlich die sein, dass ein "sexuelles Verhältnis" oder ein "sexueller Umgang" gemäß irdischer Begriffe (gem. der einpoligen Sexualität) mit anderen Lebewesen, egal ob diese sich innerhalb oder außerhalb der eigenen Art oder Rasse befinden, im "wahren Menschenreich" oder auf einer höheren Daseinsebene natürlich unmöglich vorkommen kann. Das Wesen hier ist ja gerade dadurch zu einem vollkommenen oder "wahren Menschen" geworden, dass es nicht länger ein "sexuell einpoliges Wesen", sondern jetzt vielmehr ein vollkommenes "sexuell doppelpoliges Wesen" ist. Es tritt also nicht mehr als spezielles "männliches Wesen" oder spezielles "weibliches Wesen" auf und hat somit kein Verlangen mehr danach und auch nicht mehr die Fähigkeit, den "einpoligen" sexuellen Akt auszulösen. Unter dem "einpoligen" sexuellen Akt ist hier die Befriedigung des sexuellen Hungers eines "männlichen" und eines "weiblichen Wesens" durch die materielle Vereinigung mithilfe der "Zärtlichkeitsorgane" und die hierdurch ausgelöste Kulmination von Behagensempfindung zu verstehen. Für das noch stark als "männliches" und "weibliches Wesen" auftretende Individuum ist dieser Auslösungsprozess ja ganz natürlich und stellt das sogenannte "Normale" dar, wenn es denn von zwei Wesen derselben oder einer eng verwandten Rasse oder Art ausgelöst wird. Wenn diese Auslösung aber zwischen einem Wesen, das den sogenannten "Tieren" angehört, und einem "Erdenmenschen" stattfindet, dann ist das selbstverständlich abnorm und schädlich oder Unglück bringend für die Beteiligten. Ein solches Verhältnis zwischen einem Tier und einem Erdenmenschen kann absolut nur durch eine krankhafte sexuelle Einstellung ausgelöst werden. Es dient keinem nützlichen Ziel, sondern ist vielmehr direkt schädlich und sogar zerstörerisch für den Gemütszustand, das normale Wohlbefinden und die Lebenslust eines solchen Erdenmenschen und führt ihn immer tiefer hinein in die unheimlichen Regionen der Geisteskrankheit und Abnormität, so wie es auch die Mentalität des anderen Beteiligten verkrüppeln kann.
      Damit ein "einpoliger" sexueller Akt den göttlichen Zweck erfüllen kann, für den er bestimmt ist, d.h. also, das Fundament für das Bestehen der Art zu sein und jene große Freude und Lebenslust auszulösen, die die Bedingung für ein gesundes seelisches und körperliches Wohlbefinden in der Zone des Tierreichs ist, müssen die Partner natürlich von derselben oder einer sehr eng verwandten Rasse sein. Es ist somit nicht der Sinn des Lebens, dass sehr eng verwandte Rassen sich nicht in einer sexuellen Auslösung vereinigen dürfen. Im Gegenteil, es geschieht ja gerade in dieser Vereinigung, dass die Natur neue Arten oder Rassen erschafft und alte Rassen oder Arten aussterben lässt. Es gibt ja denn auch zuweilen eine große sexuelle Verlockung oder Anziehung zwischen Wesen von eng verwandten Rassen. Und dort, wo diese Verwandtschaft nicht zu weit entfernt ist, sondern von einer besonders passenden oder günstigen Natur ist, wird die sexuelle Auslösung in Nachkommenschaft resultieren, die nichts anderes sein kann als eine vorteilhafte Erneuerung und damit eine Veredelung der Rasse.
      Die "einpolige Sexualität" hat also ihre bestimmten, festgelegten Bahnen, denen gefolgt werden muss, wenn die Lebenslust und Normalität bewahrt werden soll. Dass es nicht diese Sexualität ist, die identisch mit der "Nächstenliebe" ist und damit die auf einer höheren Daseinsebene vorherrschende, ist natürlich eine Selbstverständlichkeit. Wenn es diese Form der Sexualität wäre, die weiterhin bestehen sollte, dann wäre die Entfaltung des Welterlösungsprinzips, jegliche geistige Verkündung, die höchste Weisheit des Lebens, die Aufbietung der Kräfte aller Weisen und Welterlöser und alles, was die "Nächstenliebe" stimuliert, nicht bloß total vergebens, sondern auch geradezu schädlich, weil diese ganze Energieentfaltung ihrer wahren Natur nach ein Widerstand und eine Unterminierung der genannten Sexualität oder des "einpoligen" Geschlechtszustands ist. Vorläufig fordert die genannte Sexualität aber ihr Recht. Sie ist entwicklungsmäßig oder in der Mentalität des Individuums so alt, dass ihre Existenz und ihre Gesetze in Wirklichkeit bereits bei den sogenannten "einfältigen Tieren" eine Automatfunktion oder "C-Wissen" sind. Wie wir also hier gesehen haben, hat diese Form der Sexualität überhaupt nichts mit der Form von "sexueller" Entfaltung zu tun, die in Gestalt der "Nächstenliebe" die über der Domäne des Erdenmenschen existierende höhere Daseinsebene oder das "wahre Menschenreich" beherrscht.


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