Stern-Symbol im Menü


Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(1053-1590) 
 
Erweiterte Suche
   

 

Von den sexualorganischen Strukturen des Erdenmenschen ist die eine (die eheliche oder einpolige) C-Wissen, während die andere (die Nächstenliebe) erst A- oder B-Wissen ist  1145. Aber obwohl die ganze große Sympathieentfaltung, die angefangen hat, sich in der Mentalität des Erdenmenschen außerhalb des Bereichs der "einpoligen Sexualität" zu entwickeln, somit keine "sinnliche Liebe" und kein bewusstes Streben danach ist, einen Paarungsakt oder eine sexuelle Kulminationsauslösung zwischen "männlichem" und "weiblichem Wesen" zu erreichen, kann sie doch nicht davon freigesprochen werden, "Sexualität" zu sein. Sie hat jedoch ihre Wurzeln in einer anderen organischen Struktur als in der, die die "sinnliche Liebe" zwischen dem "männlichen" und dem "weiblichen Wesen" hervorbringt. Dass eine organische Struktur hinter ihr steht, kann nicht abgestritten werden, weil jede bewusstseinsmäßige Entfaltung einzig und allein als Produkt einer solchen Struktur auftreten kann. Dass diese relativ neue organische Struktur hinter der in Gestalt der "Nächstenliebe" vorkommenden "Sexualität" im Bewusstsein nicht so stabilisiert oder alles durchdringend ist wie die organische Struktur der "einpoligen Sexualität", die ja durch Tausende und Abertausende von Leben das Zentrale im Bewusstseinszustand und in der Lebensführung des Erdenmenschen gewesen ist, versteht sich von selbst. Während diese letztgenannte Struktur ja in allerhöchstem Maße "C-Wissen" oder Automatfunktion ist, sodass selbst die sogenannten "einfältigen Tiere" sie physisch zu hundert Prozent praktizieren können, ohne sie durch Anleitung oder Anweisung gelernt zu haben, ist die erstgenannte Struktur in einem außerordentlich großen Ausmaß nur "A-" und "B-Wissen", d.h., dass sie hauptsächlich noch ein Gedankenphänomen im wachen Tagesbewusstsein ist, das auf der physischen Ebene oder im physischen Organismus noch nicht zu einer vollkommenen, praktischen Kulminationsauslösung kommen kann. Mit anderen Worten repräsentiert der Erdenmensch somit zwei sexualorganische Strukturen, von denen die eine längst ihre Kulmination passiert hat und sich deshalb nun in Degeneration befindet, während die andere sich erst in ihren zarten Anfängen befindet und zu ihrer Kulmination hinentwickelt. In Ersterer haben sich aufgrund des langen Zeitraums, in dem sie existiert hat, besondere Organe für ihre Kulminationsauslösung entwickelt (die Geschlechtsorgane), während die andere noch gar nicht über fertige physische Organe für ihre Kulminationsauslösung verfügt, sondern noch auf dem Weg ist, ihren Organismus zugunsten dieses Ziels umzuformen. Während die Kulminationsauslösung der erstgenannten Sexualform daher längst eine Tatsache und Wirklichkeit im wachen Tagesbewusstsein des Wesens ist, ist die andere Form von Kulminationsauslösung der Sexualität aufgrund der noch fehlenden Auslösungsfähigkeit noch keine reale Tatsache, kein reales Erleben im wachen Tagesbewusstsein des Erdenmenschen oder auf der irdischen, physischen Ebene. Und genau deshalb finden wir den Erdenmenschen als ein Wesen vor, das kein "Tier" in Reinkultur, aber auch kein "wirklicher Mensch" in Reinkultur ist.


Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.