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(1053-1590) 
 
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Solange das Wesen zu viel Intelligenz im Verhältnis zum Gefühl hat oder zu viel Gefühl im Verhältnis zur Intelligenz, kann es kein vollkommener "Künstler" sein und muss somit ein unfertiger "Adam" oder eine unfertige "Eva" sein  1154. Wenn die Mentalität des Wesens nun schon im Voraus zu viel "Gefühl" im Verhältnis zur "Intelligenz" oder zu viel "Intelligenz" im Verhältnis zum "Gefühl" repräsentiert, ist es dem Wesen absolut unmöglich, logisch wahrzunehmen, d.h. hier das absolute Leben zu spüren oder die absolute Wirklichkeit wahrzunehmen. Das Gespür des Wesens für dieses Leben oder diese Wirklichkeit ‒ d.h. wiederum für das mentale Bild von seinen Mitwesen, seiner Umgebung und seinem eigenen Leben ‒ ist geprägt von diesem Zuviel an "Gefühl" oder Zuviel an "Intelligenz", das in der Wahrnehmungsfähigkeit des Wesens daran mitgewirkt hat, seine Erkenntnis und Auffassung zu erschaffen. Und da diese neue Auffassung wiederum eine mitwirkende Kraft hinter der Willensführung des Wesens ist oder hinter der Erschaffung seines weiteren Auftretens und seiner Gemütslage, hinter dem Gebrauch seiner Talente, hinter seiner Auslösung von Begehren, befindet sich dieses Auftreten somit in entsprechendem Maße auch in Disharmonie mit der weiteren Berührung des Wesens mit dem Leben oder mit seiner Wahrnehmung des Lebens und der hieraus folgenden Manifestation und Schöpfung. Diese Manifestation und Schöpfung muss deshalb in entsprechendem Maße unweigerlich unwahr oder unwirklich werden. Und so beruht das Leben des Wesens auf dem Gegensatz zum eigentlichen Leben und es glaubt oder meint, dass dieser Gegensatz das Leben selbst ist. Es macht somit eine Illusion zur Grundlage seines Lebens. Und von dieser Lebenseinstellung ausgehend muss alles, was es meint, denkt und erschafft, ebenfalls aus Illusionen bestehen. Es rächt sich und hasst, mordet und tötet, es lügt und betrügt, weint und lacht, es liebt und liebkost bzw. es behandelt seine Umgebung, seinen Nächsten auf alle möglichen Arten von jener Illusion ausgehend, die es selbst mit ganzer Seele als Wirklichkeit auffasst. Dass seine Handlungsweise oder sein Auftreten in einer solchen Situation unmöglich zu einem reellen Ausdruck der absoluten Wirklichkeit werden kann, ist eine Selbstverständlichkeit. Wenn es aber der absoluten Wirklichkeit keinen reellen Ausdruck verleihen kann, kann es auch nicht mit dem absoluten "Künstler" identisch sein. Ein absoluter "Künstler" kann nur das Wesen sein, das der absoluten Wirklichkeit oder Wahrheit einen korrekten Ausdruck verleihen kann. Der Ausdruck für die absolute Wahrheit oder die absolute Struktur des Lebens selbst muss unweigerlich unwahr werden, wenn dies von einem "Künstler" wiedergegeben wird, dessen Sinne oder Wahrnehmungsenergien auf eine solche Weise kombiniert sind, dass sie sein Erleben des Lebens vollständig verzerren, es zu etwas ganz anderem machen als das, was es ist. Glaubt man denn nicht, dass es dieser illusorische Wahrnehmungszustand war, den der göttliche große Schöpfer bei "Adam" und "Eva" sah, als er ihnen gebot, "sich die Erde untertan zu machen"?


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