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Lesen und suchen im Das Dritte Testament
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(1053-1590) 
 
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Warum die höchsten Fazite des Lebens überall in der Bibel und in anderen heiligen Büchern nur in Bildern oder Gleichnissen dargelegt werden und nicht in wissenschaftlichen Ausführungen oder Analysen  1160. Da es nicht die Aufgabe der "Bibel" ist, dem Hochintellektuellen detaillierte wissenschaftliche Analysen über den Schöpfungsprozess zu liefern – diesem Wesen kann ja nur durch den "Beistand, den Heiligen Geist" geholfen werden –, sondern es vielmehr ihre Aufgabe ist, lediglich die Hauptpunkte oder Hauptanalysen des Schöpfungsprozesses und des Lebensmysteriums in Symbolen oder Gleichnissen wiederzugeben, d.h. in einer Form, in der diese Analysen oder tragenden Punkte mit etwas verglichen werden, das das mit geringer Intellektualität begabte Wesen kennt, sehen wir somit, dass die höchsten Fazite des Lebens überall in der "Bibel" nur in Bildern oder Worten dargelegt werden, die ansonsten lediglich die innerhalb des alltäglichen Horizontgebietes vorkommenden Dinge des unintellektuellen Wesens ausdrücken. Auf diese Weise sind aus dem gesamten Zeitraum der Schöpfung "sechs Tage" anstelle von "sechs großen Entwicklungsepochen" geworden, die er im absoluten Sinne repräsentiert. Das unintellektuelle Wesen, das die Gottheit nur in seinem eigenen Maßstab erkennen und deshalb die "Schöpfung" nur als "Wunder" auffassen kann, könnte unmöglich begreifen, dass die "Schöpfung" des "Menschen" oder überhaupt die "Schöpfung" von etwas für eine Gottheit eine Sache von unermesslichen Zeiträumen sein kann. Dass die Gottheit, die Vorsehung oder die Natur Millionen und Abermillionen von Jahren brauchen kann, um z.B. das "Licht" zu erschaffen, d.h. also das Sonnen- oder Feuerdasein, das jeder Planet bei seinem ersten Auftreten auf der physischen Ebene durchlaufen muss, ist somit für ein solches Wesen unfassbar. Diesem Wesen zu erzählen, dass die Entstehung des Zustandes der Erde als "Land" und "Meer" ebenfalls Millionen Jahre brauchte, so wie auch die Entstehung der Pflanzenwelt, des Tierreichs und des Menschenreiches selbst millionenjährige Phänomene sind, dies alles könnte dem genannten Wesen keinen besonders stärkenden oder stimulierenden Begriff von einer "allmächtigen" Gottheit geben. Eine Gottheit, die nicht in der Lage ist, die Dinge augenblicklich zu erschaffen, sie geradezu stehenden Fußes aus dem "Nichts" hervorzuzaubern, d.h. innerhalb eines für das unintellektuelle Wesen erfassbaren Zeitraumes, kann für dieses Wesen nicht "allmächtig" sein. Zu erklären, warum die Dinge nicht schneller erschaffen werden können, erfordert wissenschaftlich detaillierte Analysen, und mit solchen zu arbeiten oder sie zu erfassen, ist ja gerade für ein primitives, unintellektuelles oder einfältiges Wesen unmöglich. Das unintellektuelle Wesen ist vielmehr rein "instinktmäßig" darauf eingestellt, an eine "allmächtige" Gottheit oder an eine alles beherrschende Vorsehung in der einen oder anderen Gestalt zu glauben ‒ aber natürlich dem einfältigen Wesen ähnlich plus der Fähigkeit, "Wunder" geschehen zu lassen. Für den Einfältigen müssen die Dinge augenblicklich den Worten und Gedanken seiner Gottheit folgen. Anderenfalls könnten das Gehirn und die Auffassungsfähigkeit des einfältigen oder primitiven Wesens diese Gottheit unmöglich akzeptieren.


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