Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Die große Parteilichkeit der Bibel gegenüber dem "Licht" und ihre darauf beruhende "Segnung" des "Lichts" sowie ihre dementsprechende "Verfluchung" der "Dunkelheit" bringen eine bis zum Überdruss auftretende Sättigung vom "Baum der Erkenntnis" in den biblischen Quellen zum Ausdruck | 1177. Aber sich bis zum Überdruss an einer bestimmten Frucht oder einem bestimmten Lebensmittel zu sättigen, verursacht unumgänglich einen Widerwillen gegen diese Frucht oder dieses Lebensmittel. Und der Bericht der "Bibel" über diesen Zustand zeigt uns denn auch in übergroßem Ausmaß, wie sehr man vom "Essen der verbotenen Frucht" gesättigt war. Es sind doch keine besonders erhabenen Redewendungen, in denen die "Bibel" dieses Auftreten der Erdenmenschheit schildert. Die "Schlange", die erste Offenbarung des Welterlösungsprinzips, heißt in der "Bibel" "Teufel" und wird als der schlimmste "Feind" der Gottheit und des Erdenmenschen bezeichnet. Und die Lebensweise, in die diese Offenbarung den Erdenmenschen brachte, wird als "Sündenfall" bezeichnet und die in Verbindung hiermit auftretenden Wesen als "Sünder". Das ganze Dasein, das ganze "Essen vom Baum der Erkenntnis" und die hierdurch ausgelösten Wirkungen werden als "Verdammnis" beschrieben. Wir sehen somit, dass die "Bibel" eine bis zum Ekel auftretende Sättigung vom "Essen vom Baum der Erkenntnis" zum Ausdruck bringt. Von ihren Worten und Sätzen strahlt ausschließlich Antipathie aus, ja geradezu eine "Verfluchung" der ersten, beginnenden Anziehung von "Adam" und "Eva" an die "verbotene Frucht" und all der hiermit verbundenen unangenehmen Wirkungen. Sie ist, wie im "Livets Bog", Abschnitt 977 dargestellt, in außerordentlichem Ausmaß parteiisch zugunsten des Lichtzustands, zugunsten der Einhaltung der Ermahnung oder des Gebotes Gottes gegenüber "Adam" und "Eva", deren Daseinsform sie in demselben Maße segnet, wie sie "Evas" Verführung durch die "Schlange" verflucht. |
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