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(1053-1590) 
 
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Die Erzählung von "Adam" und "Eva" ist ein schöner Bericht von einem großen Lichtdasein, in dem nicht einmal die Reinkarnation in der robusten Form existiert hat, in der sie heute bekannt ist und den Glauben an einen wirklichen "Tod" hervorruft  1180. Die Erzählung der "Bibel" von "Adam" und "Eva" ist also im Prinzip eine schöne Erzählung von einem großen Lichtdasein, in dem "Adam" und "Eva" mit der Gottheit zusammenlebten, und davon, wie dieses Lichtdasein dadurch bedingt wurde, dass man nicht vom "Baum der Erkenntnis" aß, d.h. also, dass man die Handlungen der Finsternis oder die Förderung des tötenden Prinzips nicht auslöste. Ja, sie zeigt uns sogar, dass die Reinkarnation in der drastischen Form, in der sie auf der irdischen Ebene zur Geltung kommt, dort überhaupt nicht existiert hat. Wenn sie wirklich im Lichtdasein dasselbe grobe oder robuste Auftreten gehabt hätte, hätte es überhaupt keine Grundlage für die Äußerung der Gottheit gegeben, dass "Adam" und "Eva" den "Tod" sterben müssten, wenn sie "von der verbotenen Frucht äßen". Es ist doch eine bekannte Tatsache, dass man im Dasein der Finsternis oder in der Zone des tötenden Prinzips den Überblick über die Reinkarnation verloren hat, weshalb der "Tod" dem Individuum aufgrund dieses Verlustes notwendigerweise als absoluter "Tod" vorkommen muss, d.h. als ein totales Aufhören des Lebens, als ein Aufhören von Bewusstsein. Dass es aber gerade nicht ein solcher absoluter "Tod" war, den die Gottheit "Adam" und "Eva" gegenüber gemeint hatte, wird durch die Worte der "Schlange" an "Eva" zur Tatsache, wo sie sagt: "Ihr werdet nicht den Tod sterben. Aber Gott weiß, sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf, ihr werdet wie Gott sein und Gut und Böse erkennen." Wahrlich, das waren Worte, die keinen Zweifel an der Würde ihrer Urheberin und an ihrer Identität mit einem wirklichen "Welterlöser" ließen. Nein, die kosmische Hellsichtigkeit zeigt uns, dass "Adam" und "Eva" oder das Lebewesen nicht im absoluten Sinne "sterben" muss, sondern dass sein himmlisches oder überirdisches Lichtdasein "sterben" muss, dort wo der irdische, physische Finsterniszustand zur Lebensbedingung wird. Es ist ja gerade die Natur des Gedächtnisprinzips, dass alles, was bis zum Überdruss ausgelebt ist und sich deshalb jenseits der vorübergehenden lebensbedingenden Interessenssphäre des Wesens befindet, zugunsten der Erfüllung der lebensbedingenden Interessen in Vergessenheit gerät. Und ist es nicht genau das, was geschehen ist? – Der Erdenmensch in seiner Kulmination der Finsternis glaubt ja nicht an das "ewige Leben", ja, er kann nicht einmal die Möglichkeit oder die Begründung für die Existenz eines solchen Lebens erfassen. Wie wir hier sehen, sind sowohl die Worte der Gottheit als auch der "Schlange" jeweils eine Offenbarung der "Wahrheit". Ist hier nicht "Adams" und "Evas" Wissen vom Licht, von ihrer eigenen hohen kosmischen Identität und ihrem ewigen Leben auf die gleiche Weise "tot", wie das Wissen oder die Kenntnis dieser beiden Wesen vom Leiden und von der Finsternis der physischen Welt "tot" waren, bevor sie "vom Baum der Erkenntnis aßen"?


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