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(1053-1590) 
 
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Gottes Wort an die "Schlange" und dessen Erfüllung als Segen für die Menschheit  1181. Aber die göttliche Rede an die "Schlange" sowie an "Eva" und "Adam" im "Paradiesgarten" bestätigt in allerhöchstem Maße auch das kosmische Klarsehen bezüglich des Mysteriums des Lebens, bezüglich seines ewigen und unerschütterlichen Prinzips und bestätigt damit die kosmischen Analysen des Lebens. Was sagte denn Gott zur "Schlange"? – Ja, war das nicht in allerhöchstem Maße Weisheit, was die Gottheit diesem ersten Welterlöser der Menschheit mitteilte, auch wenn die Nachwelt das als "Strafe" bezeichnet? War das nicht eine Vorhersage von "Ursache" und "Wirkung"? – Erklang nicht in den Ohren der "Schlange": "Weil du das getan hast, bist du verflucht unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes. Auf dem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens. Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. Er wird deinen Kopf zertreten Die "Schlange" war ja das herausragendste, vornehmste und genialste Wesen in dem Prinzip "Genuss vom Baum der Erkenntnis". Es war ihre Rolle, die anderen zu demselben vollkommenen "Genuss vom Baum der Erkenntnis" hinzuführen. Da dieser "Genuss", d.h. die Entfaltung des tötenden Prinzips, in der Kulmination mentaler und körperlicher Finsternis, Mord, Krieg und Verstümmelung für jeden resultiert, der dies praktiziert, ist es ja wiederum die ewige Wahrheit, die uns hier als "Stimme der Gottheit im Paradiesgarten" präsentiert wird.
      Selbstverständlich musste es zur "Feindschaft" zwischen der "Frau" und der "Schlange", zwischen dem "Nachwuchs der Frau" und dem "Nachwuchs der Schlange" kommen. Selbstverständlich mussten der unwissende "Adam" und die unwissende "Eva" später, in einem bestimmten Stadium, jenem Wesen gegenüber aufgebracht sein, das ihren Drang und ihr Begehren nach dem "Genuss vom Baum der Erkenntnis" stimuliert hatte ‒ als sie sich nämlich in den schmerzhaften Qualen der Nachwirkungen dieses Genusses wanden. Selbstverständlich mussten sie diesen höchsten Repräsentanten der "Finsternis" und der Leiden "verfluchen", d.h. hassen – weit mehr, als sie die "wilden Tiere des Feldes" "verfluchten" oder hassten. Und die "Schlange", dieser herausragendste Mitarbeiter der Gottheit, dieses ihr bestes Werkzeug für den absolut notwendigen Abstieg der Wesen in die Finsterniszone des Wissens und der Erfahrung, dieser göttliche Wohltäter der Menschheit, wurde von dieser Menschheit längst an das schwarze Kreuz der Schmach, des Hasses und der Schande genagelt, obwohl sie das Wissen der Schlange in einem kolossalen Ausmaß noch nicht entbehren kann und weitgehend gemäß ihren Worten an "Eva" lebt. Wer preist heute die Gottheit für diese ‒ in Gestalt der "Schlange" ‒ führende und leitende Hand durch bestimmte lebenswichtige Zonen der Spirale? – Und wer denkt heute mit Verständnis, Dankbarkeit und Freundlichkeit an die Welterlöser jener Zonen? – Sind nicht "Teufel", "Satan", "das Böse" und ähnliche Begriffe zur Kulmination von Schmähausdrücken der Menschheit geworden? Hier gilt jedoch dieselbe Tradition wie bei der Kreuzigung des weißen* Christus oder der Welterlöser des Lichtes: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun." Ob es nicht angeraten wäre, sich hier an die göttlichen Worte "Wer glaubt zu stehen, sehe zu, dass er nicht falle", zu erinnern? Es ist nämlich leichter, damit aufzuhören, den weißen Christus zu kreuzigen, als den Repräsentanten der finsteren Zonen zu vergeben. Und wir sehen denn auch, wie diese "Feindschaft" zwischen dem "Nachwuchs der Schlange" und dem "Nachwuchs der Frau" in dem mentalen und physischen Weltbrand, dem Totentanz und dem Heulen und Zähneklappern kulminiert, die als "Hölle", als "Tag des Jüngsten Gerichts" prophezeit wurden und derzeit über die Kontinente und Ozeane der Erde, durch die Luft und unter dem Wasser, dahinrasen. Überall stöhnt eine verletzte und verstümmelte Menschheit. Der "Nachwuchs der Schlange" ist dabei, sie an "ihrer Ferse zu treffen". Aber die "Schlange" sollte ja "alle Tage ihres Lebens Staub fressen", d.h. die von ihrem Ich oder Urheber getrennten Organismen anderer Wesen fressen, die wiederum dasselbe sind wie "Leichen" – Leichen, die zu der "Erde" oder zu dem "Staub" gehören, aus dem alle Organismen hervorgegangen sind, und zu dem sie wieder werden, sobald sie vom Ich ihres Urhebers getrennt sind. Dieses "Staub-Fressen" der "Schlange" sollte sogar so stark werden, dass es die "Schlange" dazu bringen sollte, "auf ihrem Bauch zu kriechen", d.h. "alle Tage ihres Lebens" (für den Rest ihres Lebens in der Kulmination des Tierreichs) mit diesem animalischen Essensdrang zu leben. Durch die lärmenden, verstümmelnden und tötenden Wellenformationen des "Jüngsten Gerichts" werden die Energien des "Todes" auch dieses alles beherrschende animalische Hauptinteresse der "Schlange" sowie alle anderen tötenden, rächenden und verstümmelnden Phänomene in ihrer Sphäre des Begehrens beseitigen. Sie wird "an ihrem Kopf getroffen" werden.
      Aber glaubt man denn nicht, dass dies für die "Schlange" selbst genauso wie für den Erdenmenschen ein sehr begehrter Segen ist? ‒ Schreien heute nicht alle Menschen danach, die "Schlange am Kopf zu treffen", d.h. das tierische Bewusstsein, das alle Qualen in der Welt hervorruft, die tierische Tendenz in ihnen selbst zu besiegen? – Schreien nicht alle nach "Frieden", "Humanität" oder "Liebe" und fangen an, in diesen Phänomenen des Lichtes den größten göttlichen Segen zu sehen? – Warum sollte die "Schlange" dann nicht dasselbe tun? Sie ist ja ein "Gottessohn", ganz genau so wie alle anderen Lebewesen, und sie ist denselben Lebensgesetzen oder demselben Spiralkreislauf unterworfen. Die "Schlange" oder die Welterlöser weichen von den Erdenmenschen ja nur dadurch ab, dass sie den Erdenmenschen im Spiralkreislauf voraus sind und folglich den "Genuss vom Baum der Erkenntnis" zu einem entsprechend früheren Zeitpunkt als die genannten Wesen bis zum Überdruss ausgelebt haben. Das hat sie befähigt, für die Erdenmenschheit auf ihrem Weg zum Licht, weg vom tötenden Prinzip, Welterlöser oder Führer zu sein.
      Die göttlichen Worte an die "Schlange" im "Paradiesgarten" waren somit eine Offenbarung des ewigen strahlenden Lichtes der "Wahrheit", das die "Liebe" ist und keine Androhung von "Strafe", "Verfolgung" oder "Rache". Die ewige Gottheit, die die Allliebe ist, kann nicht zugleich ein hassendes oder rächendes Wesen sein.

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* Der Ausdruck "weißer Christus" (Dänisch: "Hvidekrist") ist eine alte nordische Bezeichnung unklarer Herkunft für Christus. [Anmerk. d. Übers.]


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