Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Wenn die Wahrheit in Form eines Märchens an den Einfältigen angepasst wird, muss dieses Märchen in seiner innersten Struktur immer noch ein absoluter Ausdruck für die Wahrheit sein und damit in eine höhere Einheit mit anderen wirklichen Wahrheitsberichten eingehen | 1184. In diesem ersten irdischen Dasein "Adams" war er ein Wesen, in dem sowohl das "männliche" als auch das "weibliche Prinzip" existierte und organisch funktionierte. Es gab also in Wirklichkeit noch keine "Eva". Aber das stimmt auch mit dem Bericht der "Bibel" überein. "Eva" kam ja erst später, als Gott sah, dass es für "Adam" nicht gut war, allein zu sein. Aber wo kam nun "Eva" her? – Ja, sagt die "Bibel" nicht gerade, dass sie aus "Adams" "Rippe" erschaffen wurde, also aus dem bereits existierenden Organismus des Wesens? – Aber warum drückt die "Bibel" "Evas" Auftreten oder ihre Entstehung auf der irdischen Ebene in dieser Form aus? – Wenn das ausschließlich geschah, um die Analyse dieser Entstehung an das Verständnisvermögen des einfältigen oder noch ganz primitiven Erdenmenschen anzupassen, gab es ja keinen Grund den Bericht so märchenartig darzustellen. Warum ihn nicht einfach so gestalten, dass er bloß zum Ausdruck bringt, dass "Eva" zu einem späteren Zeitpunkt erschaffen wurde? – Warum nicht zum Ausdruck bringen, dass sie aus "Lehm" erschaffen wurde genauso wie "Adam"? – Für den Einfältigen wäre das doch ausreichend gewesen, ja sogar noch glaubwürdiger. Ja, das ist vollkommen richtig. Aber die "Bibel" ist nicht dafür gedacht, ein bloßes "Märchen" oder "Gedicht" für den Einfältigen zu sein. Ihr Erscheinen und ihre Terminologie wurden von den größten Weisen der Menschheit zur Entfaltung gebracht. Und der Weise kann zwar seinen Bericht so gestalten, dass er von dem Einfältigen akzeptiert wird, aber der wirklich Weise ist ja ein Wahrheitsapostel und nicht daran interessiert, ein "Gedicht" zu schreiben. Er kann und will absolut nur die Wahrheit sagen. Wenn er seine Weisheit oder die Wahrheit erklärt, genügt es daher nicht, sie so anzupassen, dass sie zu einem Gedicht oder Märchen wird, an das der Einfältige glauben kann, sie muss auch ihrer innersten Struktur nach die "absolute Wahrheit" sein, sodass andere Weise oder hochintellektuelle Wesen die wirkliche Wahrheit als in den Details des Märchens dargestellt erkennen können, wodurch dieses Märchen in eine höhere Einheit mit allen anderen existierenden fundamentalen Wahrheitsberichten oder Offenbarungen der wirklichen Analysen des Lebens eingehen kann. |
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