Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Die kosmische Struktur und das Gebot des Lebens selbst für die Ehe. "Scheinehe" | 1200. Und in den Ohren des verwandelten Gottessohnes, d.h. des "Mannes" und der "Frau", erklang die göttliche Einweihungsformel: "Darum soll der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei sollen ein Fleisch sein". Was steckt in diesen göttlichen Worten nicht alles an Wegweisung oder Vorauswissen für den nun als "Mann" eingeweihten Gottessohn? – "Vater und Mutter zu verlassen" heißt ja, die allerhöchste und intimste Verbindung zu verlassen, die man mit einem Wesen haben kann, es bedeutet, jene Wesen zu verlassen oder aufzugeben, aus deren Fleisch und Blut das eigene Fleisch und Blut hervorgegangen ist. Das, was ein "Mann" aufgeben muss, um ein vollkommener "Mann" zu sein, erstreckt sich somit von den einfachsten und unbedeutendsten Dingen bis weit hinauf zu den Dingen, die durch das Band des Blutes und des Fleisches direkt mit ihm selbst verknüpft sind. Das bedeutet mit anderen Worten: absolut alles. Er soll also absolut alles verlassen, alle Interessen und Gelüste, welche auch immer das sein mögen, absolut jedes Begehren muss er aufgeben. Er soll sich an seine Ehefrau halten. Sie soll das Objekt seines ganzen Begehrens oder seines hundertprozentigen Verlangens sein. Jede Abweichung hiervon ist eine Übertretung des göttlichen Gebots bezüglich der Ehe. Es ist ein Bruch des höchsten kosmischen Lebensgesetzes selbst bezüglich des Zusammenlebens von "Mann" und "Frau". Jeder "Mann", der hiervon abweicht, ist kein "Mann" in Reinkultur. Seine Identität als spezielles "männliches Wesen" ist hier abnorm oder degeneriert. Das kosmische Gebot des Lebens bezüglich der Ehe lässt keinen Kompromiss zu. Es sagt nicht, dass er zwei Ehefrauen oder 20 Ehefrauen haben soll oder darf, es sagt nicht, dass er "Geliebte" und "Zweitfrauen" neben der mit ihm verheirateten Ehefrau haben darf, es sagt nicht, dass er von seiner Ehefrau geschieden werden kann und dann, so wie es ihm gerade gefällt, von Neuem mit einer anderen Frau die Ehe eingehen kann. Dieses Gebot sagt vielmehr ausdrücklich, dass "er fest bei seiner Ehefrau bleiben soll". Ja, es gibt ihm noch nicht einmal das Recht oder den Zugang dazu, dieses oder jenes gewöhnliche Interesse irgendeiner Art zu pflegen, wie zum Beispiel Kunst, Wissenschaft etc., das nicht das Interesse der Ehefrau ist. Im Gegenteil, besagt es nicht gerade, dass "sie ein Fleisch sein sollen"? – "Ein Fleisch" zu sein, bedeutet ja dasselbe wie, eine absolute Einheit zu sein, eine absolute Harmonie, ein absolutes Einverständnis und damit ein absolut freiwilliges gemeinsames Interesse bei jeglichem Vorhaben, in jeder Gedankenentfaltung, bei jedem Beschluss und jeder Willensführung zu haben. In jeder Ehe, in der das nicht so ist, entspricht diese Ehe nicht der wahren kosmischen Struktur der Ehe und ist deshalb keine vollkommene Ehe. In dem Maße, in dem sie hiervon abweicht, in dem Maße ist sie somit nur eine "Scheinehe", eine Ruine von etwas, das einmal war. |
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