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(1053-1590) 
 
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Das beginnende Seelenleben des "Tieres"  1221. Aber dieses "Tier" hat natürlich noch keine "Sehfähigkeit", kein "Gehör" oder einen der anderen bei höher entwickelten Tieren oder Erdenmenschen üblichen Sinne. Es ist nur dadurch über das "Pflanzenwesen" erhaben, dass es sich seiner allerersten zarten, kleinen Form von "Selbsterhaltungstrieb" tagesbewusst geworden ist. Es wurde somit mit einer ganz kleinen "Selbsterkenntnis" dessen bereichert, dass es an der Erschaffung von "Behagensempfindungen" für sich selbst mitwirken oder dabei assistieren kann. Und diese kleine "Erkenntnis" ist das kleine Samenkorn, aus dem das gewaltige, detaillierte Bewusstseinsgebiet entsteht, das später den "Erdenmenschen" und danach den "vollkommenen Menschen als Abbild Gottes" ausmachen wird. Aber vorläufig wird sein Erleben weiterhin von robusten und detaillosen "Gefühlserlebnissen" dominiert, d.h. von den "Empfindungen" der Reaktionen aus der Berührung seines Organismus mit der äußeren, physischen Umgebung. Der feste Punkt in seiner Anziehung und damit in seinem kleinen neugeborenen "Selbsterhaltungstrieb" ist somit ausschließlich der Drang nach Behagensempfindungen, d.h. nach den Reaktionen auf die Berührung mit der physischen Umgebung, die als "Behagen" oder "Lust" empfunden werden. Und um diese Lust oder Behagensempfindung zu erreichen, beginnt das Wesen also hier so gut es kann, mit seiner kleinen zarten "Willensführung" mitzuhelfen. Da es keine entwickelten Organe für eine detaillierte Ausgestaltung der Wahrnehmung oder des Erlebens hat, kann die äußere Umgebung in seinem Bewusstsein zunächst nur detaillose "Bilder von Behagen oder Unbehagen" hinterlassen. Wenn ein solches kleines Wesen einer Verletzung durch das Eingreifen eines anderen Wesens in sein Dasein ausgesetzt wird, kann es sich in überhaupt keiner Richtung begreiflich machen, was da geschieht, abgesehen davon, dass es einem "Zustand von Unbehagen" ausgesetzt ist. Sein "Erkennen" oder sein "gedankliches Bild" von diesem Zustand ist nur die Empfindung einer speziellen Form von "Unbehagen" oder "Schmerz". Auf dieselbe Weise erlebt es natürlich auch jede Form von "Behagenszustand". Erlebt es ein behagliches Ereignis, das von einem anderen Wesen ausgelöst wurde, dann wird sich dieses Erlebnis ebenfalls nur zu einem detaillosen gedanklichen Bild von dieser "Behagensempfindung" formen. Aber allmählich lernt es, zwischen den verschiedenen Formen von "Behagens-" und "Unbehagensempfindungen" zu unterscheiden. Es lebt aber immer noch in einer Welt von totaler Dunkelheit und totaler Stille. Hier gibt es noch keine schönen materiellen Farben und keine schönen physischen Töne oder musikalischen Klänge in der Bildergalerie seines Seelenlebens. Hier ruht alles noch in tiefster Nacht, was Licht und Laute betrifft.


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