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(1053-1590) 
 
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Das Wesen beginnt, eine wache tagesbewusste Willensführung, ein Empfinden von Hunger und Sättigung zu bekommen, und hört damit auf, ein "Pflanzenwesen" zu sein, es ist zu einem "Tier" geworden  1223. Am Anfang des Tierreichs, wenn das Wesen beginnt, in dem besonderen Leben der physischen Welt zu erwachen, befindet es sich zunächst in der Trennung vom Vater sowie in dem hierdurch verursachten totalen Einsamkeitsgefühl, durch die die Begegnung mit einem anderen Wesen zu einem überirdischen Erlebnis wird. Hier, wo das Wesen noch keine Sinne für das Sehen und Hören hat und die Welt deshalb nur eine stille und dunkle Nacht ist, kann diese Begegnung nicht zu der Empfindung führen, den "Geliebten" zu sehen oder zu hören. In dieser dunklen und lautlosen Welt gibt es kein Sehen, durch das sich zwei Wesen gegenseitig liebevoll in die Seele blicken können, und es gibt keine Laute, mit denen sie einander die zärtlichsten und sanftesten Worte ins Ohr flüstern können. Eine so vollkommen detaillierte Ausgestaltung des Seelenlebens haben der erwachende "Adam" und die erwachende "Eva" noch nicht erreicht. Aber das verhindert nicht, dass ihr gegenseitiges Erleben trotzdem von einer überirdischen oder himmlischen Natur ist. Die ganze Wahrnehmungsstruktur besteht hier noch aus physischen Gefühlsreaktionen auf die Berührung mit der äußeren, materiellen Umgebung. Von diesen Reaktionen sind die "Behagensreaktionen" natürlich das Zentrale im Bewusstsein und in den willenführenden Schichten des Wesens. Durch die permanente Berührung mit der äußeren Umgebung und durch die hieraus folgenden Gefühlsreaktionen bekommt das Wesen immer mehr Routine darin, zwischen "Behagensreaktionen" und "Unbehagensreaktionen" zu unterscheiden. Und sein Seelenleben wird zu einem zunehmend größeren Jonglieren mit Graden von "Gefühl", was hier "Empfindung" bedeutet. Seine Gedankenbilder sind detaillose Gefühlsgrade. Entsprechend der seelischen Struktur, die das Wesen jetzt repräsentiert, gehen diese detaillosen Grade von Gefühl oder Empfindung in Form von drei besonderen Hauptgraden in die Wahrnehmungsregion des Wesens ein. Es hat ja nun einen physischen Organismus bekommen, an dessen Lebenserhaltung es selbst durch seine eigene beginnende Willensführung mitarbeiten muss. Dieser Organismus macht seine Forderungen geltend. Er verlangt nach Nahrung. Wenn diese Forderung nicht zufriedengestellt wird, spürt das Wesen "Unbehagen". Dieses "Unbehagen" ist der Anfang der Empfindung von physischem "Hunger". Aber gleichzeitig mit der beginnenden Entwicklung dieser Forderung hat das Wesen in entsprechendem Ausmaß die Reaktionen aus der äußeren Umgebung entdeckt, die dieses "Unbehagen" verschwinden lassen. Nach "Nahrung zu suchen", ist ihm bewusst geworden. Diese Fähigkeit ist jedoch nicht plötzlich aufgetaucht oder durch einen schroffen Übergang zustande gekommen. Das Pflanzenwesen hat ja in seiner ursprünglichen Form seine Nahrung ganz automatisch durch sein Wurzelsystem bekommen. Aber allmählich hat es sich dahin entwickelt, mit seiner Blüte oder Blütenschale Insekten fangen zu können. Hier fing es an, zugunsten seiner Ernährung wach und tagesbewusst mitarbeiten zu können. Die drei Hauptgrade der Empfindung sind somit: die Willensführung, der Hunger und die Sättigung. Allmählich, als diese "Grade von Gefühl oder Empfindung" zu einer so wachen, tagesbewussten Funktion wurden, dass das Wesen seine Ernährung vollständig auf diese Weise bewerkstelligen konnte, degenerierte das Wurzelsystem der Pflanze, um schließlich vollkommen zu verschwinden. Die Pflanze war damit keine "Pflanze" mehr, sondern war zu einem "Tier" geworden.


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