Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| "Evas Erschaffung" (die Erschaffung des entgegengesetzten Geschlechts) war die Befriedigung eines überirdischen Begehrens im beginnenden Tier. Mit dieser Befriedigung wurde der Zugang zum himmlischen Licht in der Domäne des Tieres sichergestellt |
1225. Aber trotz dieses seelischen Unvermögens oder dieses kosmisch bewusstlosen Zustands stand das Wesen nicht ganz ohne kosmische Bewusstseinskräfte dar.
Die himmlische oder überirdische Identität war von so starker Natur, dass sie seine physische Interessensphäre durchstrahlen konnte und immer das absolut Zentrale im irdischen Zustand des Wesens sein konnte, dass sie also durch die Zonen der Finsternis hindurch sein Hauptbegehren sein konnte.
Aber dieses Begehren war aufgrund der noch unentwickelten Sinne anfangs ohne Details.
Dies hinderte es aber nicht daran, trotzdem ein überirdisches oder himmlisches Begehren zu sein, das immer von den übrigen oder den rein physischen Begehren des Wesens abwich und diesen Begehren im normalen Individuum vollkommen überlegen war.
Dieses starke oder überlegene Begehren und seine Befriedigung waren in der physischen Anfangszone des Wesens, in der das Leben noch lediglich eine lautlose und schwarze Nacht war, von ganz anderer Natur oder Art als der normale Hunger und die normale Sättigung.
Es konnte nicht durch jene Reaktionsempfindungen oder Behagensauslösungen befriedigt werden, die die Materie in Form von "Nahrung" und "Ernährung" gewährt.
Es musste durch eine ganz andere Behagensempfindung befriedigt werden.
Wenn es aber nicht durch die Behagensreaktionen oder Empfindungen befriedigt werden konnte, die durch die Berührung mit der normalen Materie ausgelöst werden, dann konnte es nur durch Reaktionen befriedigt werden, die mehr waren als die Berührung mit der normalen Materie.
Aber etwas, das mehr war als die Berührung mit der normalen Materie, konnte nur die Gottheit selbst sein.
Dieses Begehren war deshalb im eigentlichen Sinne ein Hunger nach etwas Überirdischem, nach etwas Himmlischem, nach etwas Göttlichem, nach etwas, das "eins mit der Gottheit" war.
Die Befriedigung dieses überirdischen Begehrens des Wesens oder seines seelischen Hungers konnte nichts Geringeres sein.
Das Wesen war sich aber natürlich dieses Begehrens noch nicht detailliert bewusst.
Es fühlte es nur als einen detaillosen Hunger, dessen Befriedigung von einer weit größeren Behagensempfindung war als die Befriedigung des gewöhnlichen Hungers.
Und es war dieses Begehren in "Adams" Mentalität, über das die Gottheit zum Ausdruck brachte, dass "es nicht gut war, dass der Mensch allein war", denn dieses Begehren konnte einzig und allein durch die "Behagensreaktionen" befriedigt werden, die nicht durch die bloße Berührung mit der Materie, sondern durch die Berührung mit einem anderen Lebewesen ausgelöst wurde.
Die "Selbstbefruchtung" war ja hier, in ihrem letzten Stadium des abnehmenden Zustands im Kreislauf, im Begriff abzusterben. Die Kapazität des Wesens bezüglich der "Doppelpoligkeit" war im Begriff zu versagen. Aber "Evas Schöpfung" schritt voran. Und durch "ihr" Erscheinen, also durch das Erscheinen des verwandelten "Adams" auf der physischen Ebene, ließ die Gottheit aus seiner himmlischen Lichtflut einen Lichtstrahl in die irdische Ebene hinein. Das Wesen konnte damit seinen himmlischen oder seelischen Hunger auf dieselbe Weise befriedigen, wie es seinen materiellen Hunger befriedigte. Da dieses überirdische oder seelische Begehren nur durch die Reaktionen auf die Berührung mit einem anderen Lebewesen des entgegengesetzten Geschlechts befriedigt werden konnte, wurde diese gegenseitige Abhängigkeit der beiden unterschiedlichen Geschlechtswesen voneinander somit zu einer unerschütterlichen Garantie für das Vorhandensein des Lichtes der himmlischen Welt oder für Gottes Strahlkraft in der irdischen Sphäre, der Domäne des tötenden Prinzips, sie wurde zu einer Garantie für den Zugang zu diesem Licht. |
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