Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Die Passage des Gottessohnes durch die Finsternis ist vollbracht. Das himmlische Licht in Gestalt der Umarmung der beiden Geschlechter in der Ehe beginnt zu flackern. Der geistig "tote" Gottessohn beginnt, den Himmel, seinen göttlichen Vater und sein eigenes Leben zu vermissen | 1228. Mit einer Welt, einer Herde oder einer Mehrheit solcher Wesen ist der Kontrast zur Gottheit komplett, ja so komplett, dass der ewige Gottessohn die absolute Wirklichkeit nicht mehr sehen oder wahrnehmen kann. ‒ Das Leben ist nur Mordprozess, seine Entfaltung "Gerechtigkeit", sein Schauplatz das "Feld der Ehre", sowohl sein eigenes unsterbliches Ich als auch die ewige Gottheit sind eine Illusion, Naivität, Aberglauben oder Narrheit. ‒ Weiter weg vom ewigen Vater kann der Gottessohn nicht kommen. Er ist zu einem Leugner und Verfolger seiner eigenen unsterblichen Existenz geworden. Er ist sein eigener schlimmster Feind. Und mit diesem genialen Können zugunsten des tötenden Prinzips ist er zum "Tod" anstatt zum Leben geworden. Aber genau das war ja auch das Ziel beim "Genuss vom Baum der Erkenntnis". Das war ja die Erfüllung der göttlichen Prophezeiung von den Wirkungen dieses Genusses. Und mit dieser Erfüllung musste das himmlische Licht in Gestalt der sexuellen Umarmung der beiden Geschlechter von selbst anfangen zu flackern. Wir sehen denn auch, wie diese Umarmung, d.h. das göttliche Eheprinzip, die göttliche Verbindung zwischen "Adam" und "Eva", beginnt zu degenerieren. Das himmlische Licht geht aus. Wie ein lebender Leichnam wandert der geistig tote Gottessohn über die Erde dahin. Der verlorene Sohn beginnt, den Himmel, seinen göttlichen Vater und sein ewiges Leben zu vermissen. |
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