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(1053-1590) 
 
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Die direkte persön­liche "Rache", "Strafe" und Unter­drückung verursacht mental gesehen eine Missbildung des Individuums anstatt es zu vervoll­kommnen  1241. Mit roher Gewalt alleine kann man das Wesen also unmöglich verwandeln. Die Verwandlung eines Wesens von einer Entwicklungsstufe zur nächsten geschieht nicht durch eine "Order" oder auf "Befehl" eines physischen Machthabers. Mit einer solchen rohen physischen Gewalt kann man das Wesen zwar zwingen, gegebenen Befehlen oder Anordnungen nachzukommen, aber wenn diese Anordnungen nicht mit dem inneren Gefühl oder Gerechtigkeitssinn des Individuums übereinstimmen, wird es sich "ungerecht" behandelt fühlen. Diese "ungerechte" Behandlung verursacht wiederum Antipathie, Wut oder Hass demjenigen gegenüber, der die Macht besitzt und ausübt. Deshalb ist noch mehr rohe Gewalt nötig, um das Individuum dazu zu bringen zu gehorchen. Hin und wieder kann man das Individuum dadurch zum "Gehorsam" zwingen, aber dieser "Gehorsam" bewirkt Selbstaufgabe, Stumpfsinn und Lebensüberdruss, wo er sich nicht weiterhin in Wut und Rachsucht des Individuums gegenüber dem Machthaber zeigt. Und ein solches Wesen, das auf einen sklavischen Gehorsam gegenüber den Interessenssphären dressiert wurde, die zu seinen eigenen im krassen Widerspruch stehen oder die es überhaupt nicht versteht, ‒ ein solches Wesen hat hiermit aufgehört, ein normales Individuum zu sein. Sein Wille ist gebrochen. Es hat keinen wirklichen Appetit mehr auf das Leben. Die direkte persönliche "Rache", "Strafe" und Unterdrückung deformiert somit das Individuum anstatt es zu vervollkommnen. Und sehen wir nicht gerade in dem Bericht der Bibel über den "Sündenfall" einen Ausdruck dafür, dass die Verheißung von "Tod" und "Verfluchung", falls man das Verbot übertreten sollte, die Vervollkommnung nicht bewirken kann? – Der "Sündenfall" musste stattfinden. "Adam" und "Eva" ließen sich von einem Verbot oder von der Aussicht auf "Tod" und "Strafe" überhaupt nicht beeinflussen.


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