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(1053-1590) 
 
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Es ist kein Wunder, dass das "auserwählte Volk Gottes" dazu gebracht werden musste, die Eiseskälte seines selbstsüchtigen "Nationalismus" gegenüber der Weltgesellschaft des "Internationalismus" zu erkennen  1302. Nein, das "Alte Testament" ist somit nicht einfach dasselbe wie "Das Neue Testament". Es ist im großen Stil ein Bericht von einer mentalen Sphäre, in der die "Nächstenliebe" noch ein ganz unverständlicher Begriff ist und die Heldengestalten des Krieges und der Macht die großen Bewunderungszentren und erstrebenswerten Anbetungszentren, die größten auserkorenen Ideale des Volkes sind. Die Berichte des "Alten Testamentes" sind ein Drama in der Geschichte der Menschheit, in welchem Krieg, Macht und Todesstrafe noch die vornehmsten Tugenden der Religion oder Moralität waren. Es ist der Bericht von einem Volk, das sowohl Vielweiberei als auch Sklaven und Sklavinnen kannte, ein Volk, das genauso wie die "Heiden" bestimmte Kategorien der eigenen Gesellschaftsschichten unterdrückte, diese in Knechtschaft und Unterdrückung leben ließ sowie es auch Angehörige anderer Staaten oder Nationen als eine Art niederer Wesen betrachtete, mit denen man sich absolut nicht verheiraten durfte und mit denen Umgang zu haben nur dort toleriert wurde, wo dieser aus enorm gewinnbringenden geschäftsmäßigen Beziehungen bestand. Kein Wunder, dass das "auserwählte Volk Gottes" allmählich dazu gebracht werden musste, die Eiseskälte seines selbstsüchtigen "Nationalismus" in der Weltgesellschaft des "Internationalismus" zu erkennen. Und ist es nicht dieselbe Erkenntnis, die später vielen anderen selbstsüchtigen Nationen aufgrund ihrer Antipathie oder Feindlichkeit gegenüber dem "Internationalismus" zuteilwurde? – Warum wurden die "Juden" trotz eines tapferen Kampfes und fähigen führenden Männern, großen Propheten, klugen und teilweise "eingeweihten" Königen permanent über die Welt verstreut, im Exil lebend, jegliche Selbstständigkeit einbüßend, warum waren ihre einzelnen Individuen den Individuen, Schönheiten, Sitten und Gebräuchen anderer Länder und anderer Rassen sozusagen von Angesicht zu Angesicht gegenübergestellt, warum waren sie gezwungen, mitten unter ihnen zu leben? – Glaubt man denn nicht, dass das geschah, um die selbstsüchtige Einkapselung des "Nationalismus" in das "Herrenvolkdasein" und den Traum von diesem Dasein zu brechen? – Glaubt man nicht, dass dies geschah, damit sie erfuhren, dass die Individuen anderer Nationen, anderer Rassen ebenfalls menschliche Wesen waren, was hier sagen will: Wesen, die ebenfalls mentale Tugenden praktizieren konnten, ja, die geradezu Wesen waren, mit denen man sich auch verheiraten konnte oder die man auf andere Weise mögen konnte? – Und glaubt man nicht, dass dies für das "auserwählte Volk Gottes" gerade besonders notwendig war?


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