Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Warum der Erdenmensch mitunter das "Unfertige" oder Unvollkommene im Leben als Vorbild oder Ideal auffasst | 1361. Es ist sonnenklar, dass wir überall, wo wir imstande sind, das geniale oder fertige im Leben und Dasein zu erfassen, diese Genialität als Ideal gebrauchen, während wir demgegenüber natürlich alles ablehnen, was unsere Sinne als Primitivität und Unvollkommenheit auffassen. Das Problem besteht nun darin, in welchem Maße wir die Fähigkeit haben, das Fertige vom Unfertigen, d.h. also das Vollkommene vom Unvollkommenen, zu unterscheiden. Und hier türmen sich die Widrigkeiten der Erdenmenschen auf. In demselben Maße, in dem sie selbst, d.h. ihr Organismus, ihre Mentalität und Sinnesbegabung, unfertig ist, in demselben Maße wird ihre Fähigkeit, das Fertige vom Unfertigen zu unterscheiden, auch ein unfertiges Phänomen sein. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass wir Zeuge dessen werden, dass die Erdenmenschen auf vielfältigen Gebieten das Unfertige im Leben als etwas Fertiges beurteilen und dieses Unfertige als Vorbild oder Ideal auffassen. |
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