Stern-Symbol im Menü


Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(1053-1590) 
 
Erweiterte Suche
   

 

Wenn "Gottes Wege" wirklich "unerforschlich" wären oder warum die früheren Weltreiche oder Kulturen Kolosse auf tönernen Füßen waren und deshalb in Schutt und Asche versinken mussten  1385. Die millionenjährige Entwicklungsbahn des Lebewesens mit dem Ausdruck "Gottes Wege sind unerforschlich" abzuschließen, muss für den größten Schöpfer des Weltalls niederschmetternd sein, denn das hieße ja, dass der Schöpfer niemals in Kontakt mit seinem eigenen Leben kommen könnte. (Denn die Lebewesen sind ja Gottes Leben, was könnte wohl sonst dieses Leben sein?) Wenn aber die Gottheit oder der Schöpfer nicht mit seinem eigenen Leben in Kontakt kommen kann, dann kann dieses Leben, d.h. also die Lebewesen, auch nicht in Kontakt mit der Gottheit, dem Schöpfer oder der Vorsehung kommen. Beide Parteien müssten somit in Wirklichkeit zwei tote Parteien in demselben Organismus sein. Die Gottheit und die Lebewesen könnten sich gegenseitig bis in alle Ewigkeit nur als Unwirklichkeit wahrnehmen. Aber auf diese Weise die "Wirklichkeit" nur als "Unwirklichkeit" wahrnehmen zu können, ist ja dasselbe, wie niemals die absolute "Wahrheit" erleben zu können. Damit könnte aber die Erde, das letzte große Resultat und Endziel millionenjähriger Schöpfungsepochen, nur eine Welt ohne wirkliches mentales Licht sein und ihre Lebewesen wären Wesen, die eine kosmische Art von Blindekuh spielen. Glaubt man, dass dieses Fazit jemals mit den wirklichen und auf dem Studium der führenden Details dieser Entwicklungsepochen basierenden Tatsachen übereinstimmen kann? – Glaubt man, dass dieses "Blindekuh-Dasein" das ist, was man unter "Gottes Abbild, ihm gleichend" versteht, und dass diese hoffnungslose finstere Daseinszone das "Himmelreich" ist? – Wer kann sein Leben auf eine solche Lebensauffassung oder Weltanschauung gründen? – Könnte eine solche Weltanschauung von anderen Wesen akzeptiert werden als von denen, die sicher dort wandeln, wo Engel nicht zu treten wagen? – Nein, es ist nicht verwunderlich, dass die bisher größten Weltreiche und Kulturen der Welt, ausnahmslos alle, in Trümmern versinken mussten, zu Sand in der Wüste geworden sind. Sie alle waren Kolosse auf tönernen Füßen.


Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.