Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Der größte Fehler der Erdenmenschheit: Sie ignoriert das "Leben" hinter der Materie oder dem Weltall | 1398. Aber woher kommt nun diese merkwürdige Einstellung des Erdenmenschen zur Ganzheit und zu den Lokalitäten im Weltbild? – Was ist es, was verkehrt ist? – Ja, ist es nicht kurz und bündig dies, dass der Erdenmensch entweder bewusst oder unbewusst das "Leben" hinter dem Weltbild ignoriert? – Er ist in einem sehr ausgedehnten Maße von der äußeren Oberfläche des Weltalls eingenommen, ja geradezu geblendet, aber das "Leben" hinter dieser Oberfläche oder hinter den Materiemassen des Weltalls sieht er nicht. Deshalb wird sein Gedankengang notwendigerweise so schreiend unlogisch, wie es der Fall ist. Er sieht, dass die Details der Ganzheit, die er selbst hinreichend überblicken kann, logisch sind. Wenn aber jedes dieser Details logisch ist, dann sind sie ja nützlich. Und wenn sie nützlich sind, müssen sie somit liebevoll sein, was wiederum bedeutet, dass sie mental leuchten. Aber obwohl das Individuum somit sieht, dass alle diese Details mental leuchten, kann es trotzdem nicht verstehen, dass dann auch die Ganzheit leuchten muss. Ein Körper, der ausschließlich aus leuchtenden Details besteht, also gewissermaßen aus kleinen Sonnen, muss somit unerschütterlich ebenfalls ein leuchtender Körper sein. Eine Stadt aus Sonnen kann nicht dunkel sein. Ein Phänomen, das ausschließlich aus weißen Dingen besteht, kann niemals als schwarzes Ding in Erscheinung treten. Und wir haben hier den größten heutigen mentalen Fehler des Erdenmenschen vor uns. Er sieht wie gesagt, dass die lokalen Details in der Ganzheit, soweit er diese überblicken kann, leuchten, aber nichtsdestotrotz kommt er auf den Gedanken, dass die Ganzheit eine große und tote oder leblose Masse ist. Ja, sie ist zwar geformt wie eine "Entwicklungsleiter", auf deren Stufen sich Lebewesen befinden, aber da diese Wesen die Stufe, auf der sie stehen, nicht überleben können, tritt diese "Entwicklungsleiter" wie eine "Treppenformation" mit einer Reihe von Stufen auf, die kein Wesen aufwärts passieren kann, weil sie ja wie gesagt die Stufe, auf der sich jedes von ihnen befindet, nicht überleben können. Wenn die Menschen das Weltall als eine mentale Treppenformation sehen, dann muss es ein Mangel in ihrer Sehfähigkeit sein, dass sie nicht sehen können, wie sie von einem Lebewesen benutzt wird. Wenn jedes dieser Lebewesen die Stufe, auf der es heute steht, nicht überleben kann, gibt es ja überhaupt keinen Grund dafür, die Ganzheit als "Treppenformation", als "Leiter" zu gestalten. Was nützt eine "Leiter", wenn es überhaupt kein Wesen gibt, das ihre Stufen benutzen kann? – Was nützt ein Instrument, ein Werkzeug, wenn es niemanden gibt, der es benutzt? – Glaubt man nicht, dass dies der Punkt ist, an dem die Auffassung des Erdenmenschen stehenbleibt? Er hat das "Etwas", das die "Leiter" oder die Stufen der "Treppenformation" benutzen soll, nicht erfasst. Das "Leben", das die Stufen aufwärts passieren soll, kennt der Erdenmensch nicht. Der "Tod" ist deshalb in allen seinen Gedankengängen dominant. |
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