Stern-Symbol im Menü


Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(1053-1590) 
 
Erweiterte Suche
   

 

"Adam" und "Eva" "starben den Tod" oder verloren ihr kosmisches Bewusstsein  1434. Dass diese Wesen, in denen das "kosmische Bewusstsein" ausgelebt und zu "C-Wissen" geworden ist und das physische Bewusstsein aus der vorigen Spirale absolut nur in Form von einigen tief im Schicksalselement schlummernden Talentkernen existiert, Hilfe von außen brauchen, um in Gang zu kommen, ist ebenso selbstverständlich wie dies, dass sich ein Samenkorn unmöglich entfalten kann, wenn es nicht in Form von Wärme, Wasser und Erde, in der es Wurzeln schlagen und ein beginnendes Keimen in Gang setzen kann, Unterstützung von außen bekommt. Diese Wärme, Feuchtigkeit oder Nahrung brauchte das Lebewesen somit mental gesehen ebenfalls von außen. Und dieser Nährboden bestand also aus den Impulsen des Welterlösungsprinzips, die in der "Sündenfallerzählung" der "Bibel" als "Schlange" bezeichnet werden. Es geschah ja durch die Initiative der "Schlange", dass die schlummernden Talentkerne von "Eva" und "Adam" für die "Finsternismanifestationen" oder für den Kontrast zum "Licht" keimen und wachsen und damit zum Aufblühen kommen konnten. Und als dieses Keimen der "Finsternis" erst einmal in Gang gesetzt war, gab es überhaupt nichts mehr, was diesen Prozess noch aufhalten konnte, weder die Mosesgesetze noch andere spitzfindige juristische Gebote oder Machtsysteme. Es setzte sich in Gestalt des "tötenden Prinzips" oder des "Jüngsten Gerichts" immer weiter fort, dessen letzter großer Ausbruch in Form des großen Weltdramas, das gerade über die sonst so schönen Kontinente und Meere der Erde hinweggerast ist und dessen Todesjammer, den er bei den Erdenmenschen hinterlassen hat, immer noch wild durch die Welt schrillt zwischen rauchenden Ruinen, Aschehaufen und zurückgelassenen leeren "Gaskammern" und anderen nun vakanten Mordvorkehrungen, begleitet von dem Echo auf das Herumhumpeln der Invaliden auf künstlichen Beinen, die mit ebenso künstlichen Stahlarmen und -händen scheppern und mit den blinden Blicken bemalter Porzellanaugen stieren und im schlimmsten Fall zum Himmel schreien: "Es gibt keinen Gott, auch Gerechtigkeit gibt es keine. Alles ist Zufall. Jeder muss seine eigene Haut retten. Jeder ist sich selbst der Nächste." In etwas milderen Fällen könnte der Schrei auch lauten: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen." Wahrlich, dem Geheiß Gottes wurde Genüge getan. "Adam" und "Eva" mussten "den Tod sterben". Der Erdenmensch war ein Genie darin geworden, in Anbetung seiner selbst als das Alleinseligmachende seinen Nächsten zu verfolgen, zu zerstören oder zu kreuzigen. Aber das himmlische Licht wurde gelöscht. Es verschwand. Das Lebewesen war eins mit dem "Tod" geworden, war eins mit der Materie geworden, war zu Staub geworden. Es glaubte nicht an irgendeine Gottheit oder eine lebendige Vorsehung, so wie es auch den Glauben an die unsterbliche Existenz seines eigenen Ichs total verloren hatte. Sein ganzes Dasein war nur ein vorübergehendes oder flüchtiges Jetzt, das unumgänglich auf einen ewigen Tod, eine Auflösung in einem ewigen Nichts treffen musste. Es war nur "Stoff", "Materie", "Eisen" oder "Chemikalien", die abhängig von klimatischen und atmosphärischen Verhältnissen der Verdichtung oder Auflösung preisgegeben waren. Es war nur ein Schilfrohr, das sich zufällig im Wind bewegte, eine Kräuselung auf der Oberfläche des Wassers oder das flüchtige Glitzern eines Sonnenstrahls auf einer zufälligen Wasserpfütze nach einem Regenschauer. Die Erkenntnis des Lebewesens über seine wirkliche, ewige Existenz ist zu einer Leiche geworden. Der "Tod" ist der alles beherrschende Aberglaube und Faktor im Bewusstsein des erdenmenschlichen Gottessohnes. Das Lebewesen in Gestalt des heutigen Erdenmenschen ist ein Grab, in dem die früher so strahlenden, göttlichen oder überirdischen ‒ gottessohnlichen ‒ Lichteffekte des Gottessohnes begraben sind. "Adam" und "Eva" sind nur vom Sturm hierhin oder dorthin geworfene Lehmfiguren. Kann ein Wesen weiter von der Gottheit oder dem Leben wegkommen? – Kann der "Sold der Sünde" in größerem Umfang zum "Tod" werden? – Kann das "kosmische Wesen" des Lebewesens in höherem Maße zu einer Leiche werden und seine Erkenntnis seiner selbst mit der Materie, aus der es entstanden ist, eins werden? – Und glaubt man nicht, dass sich ein solches Wesen in einem mentalen Grab befindet, aus dem es wieder auferstehen soll?


Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.