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(1053-1590) 
 
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Kosmische Wissenschaft, Religiosität und Irreligiosität  1485. Aber diese Einstellung ist in Wirklichkeit nur eine oberflächliche Spaltung. Ursprünglich sind alle Menschen religiös, ja, sie können gar nicht leben, ohne religiös zu sein. Wenn daher von "Irreligiosität" die Rede ist, dann bringt das nur einen Gemütszustand zum Ausdruck, in dem das Wesen gerade jeglichen Glauben an die aus der Vergangenheit überlieferte Moral und Auffassung von einer Vorsehung oder Gottheit verloren hat, weil die Interpretation völlig konträr zu seiner derzeitigen wissenschaftlich oder intelligenzmäßig eingestellten Wahrnehmung ist. Aber in dem Augenblick, in dem die religiösen Gesetze und überirdischen Details wirkliche Wissenschaft sind und mit dem Verstand erforscht oder kontrolliert werden können, gibt es Tausende oder Millionen von Erdenmenschen, die bereit sind, ihre Auffassung und ihr Leben ganz und gar in die Interessenssphäre dieser Wissenschaft zu verlegen. Dann kommt ihre Religiosität wieder an die sichtbare, physische Oberfläche. Diese Wesen sind fast zu vergleichen mit einer Wurzel, der die Spitze abgeschnitten wurde. Die Wurzel ist das "ur-religiöse" Prinzip, das in jedem Menschen wohnt, die Spitze ist die überlieferte dogmatische kirchliche Moral- oder Lebensauffassung. Diese "Spitze" ist also bei den "irreligiösen" Erdenmenschen verkümmert. Aber wenn man die "Wurzel", die also nicht "tot" ist, sondern sich unter der physisch sichtbaren Oberfläche verbirgt, mit wissenschaftlichen oder nüchternen Tatsachen nährt, beginnt sie wieder zu wachsen. Und die "Wurzel" tritt dann allmählich als schöne, prächtige und farbenreiche Pflanze hervor, ein ewig bewusster Gottessohn oder "Mensch als Abbild Gottes" in Gottes großem in Gestalt des Weltalls oder Universums auftretenden "Paradiesgarten".


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