Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Was es bedeutet, "hinaus in die Welt zu gehen und alle Menschen zu Jüngern Christi zu machen" |
1495. Der wahre "Jünger Christi" oder der wirkliche Humanist soll also in erster Linie hinaus gehen zu all den Menschen, die noch nicht zu "Jüngern Christi" geworden sind, d.h. hinaus zu all den Wesen, die nach der Wahrheit suchen oder sich nach Vollkommenheit sehnen.
Und hier soll er "im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes" taufen, was wiederum dasselbe ist wie dies, dass er das Leben vollständig in Kontakt mit den kosmischen Analysen im "Livets Bog" leben soll, die wiederum dasselbe sind wie "Nächstenliebe" oder dies, "seinen Nächsten zu lieben wie sich selbst".
Hier muss er sich von dem Aberglauben frei machen, der darauf hinausläuft, dass dies, im Namen dieser Dreieinigkeit zu "taufen", nur eine Formel ist, die er verbunden mit der einen oder anderen Art, den Täufling in Wasser zu tauchen, aufsagen soll.
Man glaube nicht, dass diese Zeremonie ein Wesen plötzlich von einem "Schurken" in einen "Heiligen" verwandeln kann, obwohl auch sie vielleicht in einem gewissen Maße und unter besonderen Umständen daran mitwirken kann, einen Menschen zu "bekehren", sodass er den Wunsch oder die Inspiration bekommt, ein vollkommeneres Leben zu führen als bisher.
Glaubt man nicht, dass das Wesen nach einer solchen "Taufe" immer noch in derselben Situation ist wie Paulus, als er über sich selbst sagt: "Das Gute, das ich will, tue ich nicht, aber das Böse, das ich nicht will, das tue ich", ganz abgesehen davon, dass Paulus darüber hinaus ‒ keine "Wassertaufe", sondern ‒ eine "Feuertaufe" durchgemacht hat.
War es nicht genau eine solche Taufe, die er auf dem Weg nach Damaskus erlebte? –
Und glaubt man nicht, dass diese "Feuertaufe" die eine oder andere Anfangsstufe der "Großen Geburt" war? –
Wenn nicht einmal diese direkte "Taufe" mit dem "Heiligen Geist" Paulus zu einem vollkommenen oder fertigen Menschen machen konnte, was glaubt man dann, wie ein schlichtes "Wasserbad" oder einige Wasserspritzer die Primitivität und Unvollkommenheit in der Mentalität des Individuums beseitigen und plötzlich auf wundersame Weise eine engelsgleiche Hochintellektualität und Nächstenliebe zum Allesbestimmenden in den Funktionen oder in der Entfaltung dieser Mentalität werden lassen könnten? –
Nein, dies, "im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes zu taufen", ist keine Manifestation, die so leicht und einfach ist wie die, seinem Nächsten zu einer religiösen Formel bloß einige Wassertropfen zu verabreichen.
Wenn das so leicht wäre, ein Wesen zu einem "Jünger Christi" zu machen, dann hätten die Menschen in aller Welt längst die Vollkommenheit erreicht und das "Himmelreich" wäre überall auf den Kontinenten und Meeren der Erde zu einer allgemeinen Tatsache geworden.
Nein, all die verschiedenen autorisierten Formen der Taufe können niemals und in keinem Fall etwas anderes sein oder werden als ein symbolischer Ausdruck für die wirkliche, die reale im Namen der Dreieinigkeit auftretende "Taufe", die ausschließlich die Manifestation oder Offenbarung des absolut vollkommenen Lebens in der Wesensart der totalen Nächstenliebe ist.
Zu "taufen" ist kosmisch gesehen ausschließlich dasselbe wie zu "manifestieren".
Und das "Manifestieren" kann ja nur auf zwei Arten ausgelöst werden, nämlich auf eine vollkommene Weise, durch welche Harmonie, Glück und Lebensfreude entstehen, und auf eine unvollkommene Weise, durch welche Disharmonie und damit Unglück und Schmerzen, Trauer und Leiden entstehen.
Wenn man eine vollkommene Manifestation auslöst, "tauft" man also mit "Harmonie", während man mit "Disharmonie" "tauft", wenn man eine unvollkommene Manifestation auslöst.
Aber um eine vollkommene Manifestation auslösen oder mit "Harmonie" "taufen" zu können, muss man die Struktur des Lebens kennen, was wiederum dasselbe ist, wie seine Gesetze und damit die Ursachen seiner Vollkommenheit zu kennen. Wenn man aber erst einmal die Ursachen oder Bedingungen dafür kennt, eine vollkommene Manifestation schaffen zu können, dann ist es für das Individuum nur eine Frage der Zeit, so weit zu kommen, dass es diese Vollkommenheit selbst manifestieren kann, weil die Normalität jedes Wesens es gebietet, danach zu streben, diese Bedingungen einzuhalten, die eine Garantie für das höchste Glück seines Lebens oder die Freude am Dasein sind. Aber was ist nun die "Ursache" für die höchste Vollkommenheit des Lebens? – Ja, hier kommen wir ja nicht am dreieinigen Prinzip "Vater", "Sohn" und "Heiliger Geist" vorbei, die hier im "Livets Bog" als "X1", "X2" und "X3" bezeichnet werden. Diese drei "X" sind ja wiederum dasselbe wie die höchste Struktur oder Grundanalyse des Lebens. Im Einverständnis mit dieser Analyse zu leben, ist dasselbe wie zu wissen, dass man ein unsterbliches Ich hat, das wiederum eine Schöpfungsfähigkeit und einen Organismus hat, wodurch es alle Phänomene überlebt, die Wirkungen seiner Handlungen erlebt und damit zu einem "Abbild" des Universums selbst wird, das ebenfalls mit einem unsterblichen Ich mit einer Schöpfungsfähigkeit (die Naturkräfte) und einem Organismus (das Weltall) auftritt. In Kontakt hiermit zu leben, bedeutet für das Lebewesen, dass es sich über seine wirkliche ewige Identität und damit über sein Überleben der Wirkungen seiner Handlungen im Klaren ist und dadurch nur im absoluten Kontakt mit der Logik leben kann, auf der die allerhöchste Form von Glück des Lebens basiert. Da diese Logik kosmisch gesehen dasselbe ist wie "Allliebe", weil etwas, das nicht absolut logisch ist, eine entsprechende Disharmonie schaffen muss und Disharmonie wiederum nie zugunsten der "Nächstenliebe" oder "Allliebe" sein kann, ist dies, "im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes zu taufen", somit in Wirklichkeit dasselbe, wie im Praktizieren der totalen oder vollkommenen "Nächstenliebe" zu leben. Das Gebot Christi an die Apostel, im Namen der Dreieinigkeit zu "taufen", war also dasselbe wie das Gebot, die vollkommene oder totale Nächstenliebe zu manifestieren und damit zu einem Licht für alle anderen Menschen auf der irdischen Ebene zu werden, sodass diese anderen Menschen hierdurch auch den Weg finden können, die "Jünger Christi" zu werden, vollkommen zu werden. Das Gebot war also dies, durch seine Wesensart mit der allerhöchsten Weisheit zu leuchten, und nicht dies, Wesen in Sekten oder in einer Diktatur zu binden. |
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