Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass die Organfunktion des Erdenmenschen verändert werden muss, sodass sie, anstatt den Egoismus und das tötende Prinzip zu fördern, die Selbstlosigkeit oder die Nächstenliebe fördern muss | 1503. Das, was der Erdenmenschheit nicht so lebhaft bewusst ist, ist dies, dass diese vollkommenste Daseinsform nicht einfach eine Lebensweise ist, die den Wesen mit Hilfe der Gesetze diktiert werden kann ‒ ja, die als bloße Erfüllung eines Diktats, einer Anweisung oder eines Befehls geradezu unmöglich ist. Es ist dem Erdenmenschen noch nicht ganz klar geworden, dass alle Lebensformen ein Resultat oder Produkt einer organischen Funktion sind. So wie man kein "Mann" sein kann außer durch eine organische Funktion und keine "Frau" außer ebenfalls durch eine in dieser Lebensform auftretende organische Funktion, genauso kann man auch nicht irgendein anderes Wesen sein außer durch die eine oder andere für den betreffenden Wesenszustand spezielle organische Funktion. Ein "Tier" oder ein tötendes Wesen zu sein, das sein Dasein nur durch einen vom Egoismus geförderten Selbsterhaltungstrieb aufrechterhalten kann, ist somit ausschließlich das Produkt einer speziellen organischen Funktion. Aber wie soll ein Wesen, das einen Gegensatz hierzu darstellt, eine Lebensform darstellt, die, anstatt durch das Töten bedingt zu werden, durch das Leben-Spenden (das Manifestieren von Liebe) bedingt wird, ein Produkt derselben Organfunktion sein? – Wenn dies jedoch nicht der Fall sein kann, dann muss es eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Organfunktion des Erdenmenschen umgewandelt, verändert werden muss, sodass sie, anstatt für den Egoismus und damit den tötenden Selbsterhaltungstrieb von Vorteil zu sein, von Vorteil für die Selbstlosigkeit und damit für die Nächstenliebe oder das Leben spendende Prinzip sein muss. |
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