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(1053-1590) 
 
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Wie die Diktatur die Demokratie hervorgerufen hat  1512. Dass all diese bitteren Erfahrungen allmählich die Mentalität der Erdenmenschheit verändern und in ihrem Bewusstsein eine Sehnsucht nach vollkommeneren gesellschaftlichen Verhältnissen und einem besseren Lebensstandard aufkommen lassen müssen, versteht sich natürlich von selbst. Dass die Gesellschaft allmählich die Ursachen für ihr unglückliches Dasein herausfindet und entdeckt, dass die so gewonnenen Erkenntnisse nicht zugunsten der Diktatur ausfallen, versteht sich natürlich ebenso von selbst. Es wächst somit in den Wesen eine Antipathie gegen jegliche diktatorische Unterdrückung oder Führung. In den Individuen entsteht eine Tendenz, mitbestimmen zu wollen. Dieses beginnende Mitbestimmungsbegehren ist der Anfang einer Gesellschaftsform, die der diametrale Gegensatz zur Diktatur ist, nämlich der im vierten Kapitel des "Livets Bog" unter dem Begriff "Demokratie" geschilderte Zustand. Der Unterschied zwischen "Diktatur" und "Demokratie" ist also der, dass die Herde in der "Diktatur" nur von einem Diktator, einem Führer oder einer Person, die uneingeschränkt alle Macht innehat, regiert wird, während die Herde in der "Demokratie" von allen einzelnen Individuen der Herde regiert wird. Alle normalen gesetzestreuen Individuen haben ein Stimmrecht und durch dieses Recht bestimmen sie bei der Staatsführung mit. Dass diese Führung durch diese Form der Regierung viel empfindsamer oder lebendiger wird als durch die "Diktatur", ist einleuchtend. Die vollkommene, hundertprozentige "Demokratie" öffnet allen das gleiche Recht, was eine Diktatur nicht gewähren kann, denn wenn der Diktator allen ein solches Recht einräumen würde, wäre er nicht länger Diktator oder Alleinherrscher, weil er dadurch seine Untertanen zu mitbestimmenden Wesen gemacht hätte. Und die Mitbestimmung der Untertanen in der Staatsführung ist ja eben dasselbe wie "Demokratie".


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