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   Ziff.:  
(1053-1590) 
 
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Warum eine Weltobrigkeit notwendig wird  1516. Sind diese Großmächte nach außen hin heute nicht noch besser imstande, ihre eventuellen egoistischen Begehren oder Forderungen anderen Staaten gegenüber geltend zu machen? – Wenn ein kleines Land eine solche Großmacht gezwungenermaßen als Abnehmer für seine Handelsprodukte braucht, glaubt man dann, dass das kleine Land immer ungehindert und reibungslos imstande ist, den Preis für die genannten Produkte zu erzielen, der hundertprozentig notwendig ist, damit es sich für die Produzenten lohnt, diese Produkte zu liefern? – Ist es nicht mitunter so, dass dann die Regierung des kleinen Staates die Produzenten mit dem Betrag unterstützen muss, den die abnehmende Großmacht für die Waren zu wenig bezahlt? – Glaubt man nicht, dass eine Großmacht weitaus leichter den notwendigen Preis für ihre Exportprodukte bekommt? Nein, unter den Nationen herrscht noch in einem umfassenden Ausmaß das Diktatorprinzip, das Recht des Stärkeren. Und da die Staaten jeweils hauptsächlich aus intellektuellen Individuen bestehen, die in großem Ausmaß dabei sind, die Diktatur in der Führungs- oder Regierungsform ihres eigenen Landes abzuschaffen, sind sie auch nicht darauf eingestellt, dass sich ihr Land freiwillig der Willkür und den egoistischen oder räuberischen Neigungen einer größeren Macht unterwerfen soll. Dass das Verhältnis unter den verschiedenen Nationen oder Völkern der Welt nicht die Bedingungen für einen "dauerhaften Frieden" erfüllt, leuchtet hier von selbst ein. Dass hier ein Polizei- oder Rechtswesen geschaffen werden muss, das diese Herrschsucht und egoistische Selbstjustiz der Staaten auf die gleiche Weise in Schach hält, wie innerhalb der Staaten durch das dort geschaffene Polizei- und Rechtswesen schon längst die Selbstjustiz der stärkeren Individuen gegenüber den schwächeren oder weniger verteidigungsfähigen Wesen der Gesellschaft in Schach gehalten wird, ist ebenso selbstverständlich.


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