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(1053-1590) 
 
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Warum die "Demokratie" und nicht die "Diktatur" einen wirklichen Weltfrieden erschaffen kann  1526. Wie wir hier gesehen haben, ist der Erdenmensch in seiner Verwandlung vom "Tier" zum "Menschen" innerhalb der Zivilisation so weit fortgeschritten, dass er anfängt, individuell aufzutreten. Seine Mentalität ist nicht wie beim Tier oder primitiven Naturmenschen nur bloßes "Herdenbewusstsein", vom Willen der Herde, inkarniert in einem Häuptling, Führer oder Diktator, gleichgeschaltet und unterdrückt. Obwohl der Erdenmensch auf einem großen Gebiet noch kein eigenes Bewusstsein hat, sondern auf diesem Gebiet ausschließlich das Bewusstsein und die Sichtweise der Herde bezüglich Religion oder Materialismus repräsentiert und in den autorisierten Auffassungen der Herde von Sitte und Brauch lebt, gibt es doch in seinem Innern starke individuelle Kräfte, die beginnen sich zu rühren. Es sind diese individuellen Kräfte, die in einer kollektiven Gleichschaltung der Mentalität nicht zur Entfaltung kommen können, d.h. wo im Voraus eine bestimmte Grenze dafür gezogen ist, was ein Individuum denken darf und was es nicht denken darf. In einer Herde oder Gesellschaft, in der alles, was hierzu konträr ist oder außerhalb dieses Gebietes liegt, brutal niedergeschlagen oder zunichte gemacht wird und in der dessen Urheber ermordet, getötet oder gefoltert wird, gibt es absolut keine Möglichkeit der Entwicklung. Eine solche Gesellschaft kann niemals zu einer wirklich vollkommenen Kulturgesellschaft werden, weil man ja gerade all die neuen individuellen Gedanken oder Impulse und Vorstellungen, die ausschließlich die Bedingung für ihre Erneuerung sind, tötet oder sabotiert. Nur in Gesellschaften, in denen die Individuen der beiden ursprünglichen Geschlechter, also des rohen maskulinen und des rohen femininen Geschlechts, noch in Reinkultur vorkommen und in der der Paarungszustand beider Geschlechter wie bei den Tieren die Lebensfreude im Alltagsleben ausreichend beleben und aufrechterhalten kann, ist die Diktatormacht nicht nur noch keine Belästigung für die Individuen, weil sie sich ja keine Gedanken über die vom Diktator und von der Herde verbotenen Gebiete machen, sondern sie ist sogar das absolut wahre Glück für diese Wesen. Ganz anders stellt es sich für das Individuum dar, wenn seine individuelle Natur, sein beginnendes selbstständiges Denken in seinem Innern anfängt, sich zu entfalten. Dieses individuelle Denken ist ja eine mentale Horizonterweiterung und fordert daher Platz. Es ist eine solche mentale Horizonterweiterung, die allmählich zu dem geworden ist, was wir "Kunst" oder "Wissenschaft" nennen.
      Diese Faktoren haben ihre Wurzeln also ausschließlich im individuellen Denken und machen die Mentalitätsentfaltung aus, die den Erdenmenschen vom Tier unterscheidet. Und in dem Maße, in dem der Erdenmensch immer mehr eine selbstständige Entfaltung von Kunst und Wissenschaft manifestieren kann, in dem Maße wird er auch immer mehr zu einem wirklichen "Menschen". Da es dieser Entwicklungsprozess ist, der im Erdenmenschen absolut dominiert, versteht man, wie hoffnungslos unmöglich die Diktatur für diese Menschheit geworden ist. Nur die Menschen der ganzen Welt, vereint in einer weitgehenden oder allumfassenden "Demokratie", können den absolut wirklichen Weltfrieden bewirken.


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