Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Siehe das Symbol Nr. 12 im neuen Fenster. |
| Das Licht und die Finsternis, der kosmische Tod, der Wendepunkt für den "verlorenen Sohn" im Hinblick auf das Symbol | 1543. Links und rechts auf dem Symbol ist je ein dicker senkrechter Strich zu sehen. Zwischen diesen beiden Strichen wird ein Spiralkreislauf symbolisiert. Unten auf dem Symbol sehen wir sechs Treppenstufen, eine jede in ihrer Farbe. Diese Stufen kennen wir von früheren Symbolen als Ausdruck für die sechs Reiche der Spirale: das Instinkt-, Schwere-, Gefühls-, Intelligenz-, Intuitions- und Gedächtnisreich. Auf dem Symbol ist deutlich zu sehen, dass dieser Kreislauf oder Abschnitt bloß eine Fortsetzung eines vorausgehenden Kreislaufs jenseits des linken Striches ist, so wie er sich auch jenseits des rechten Striches in einem neuen Kreislauf fortsetzt. Im obersten Feld sehen wir die Hauptanalyse des Spiralkreislaufs, die beiden großen Kontraste, das "Licht" und die "Finsternis", die wiederum dasselbe sind wie das "Leben" und der "Tod". Das dunkle Feld, das auf der zweiten Stufe des Kreislaufs (orangefarbene Stufe) kulminiert, ist der "kosmische Tod", d.h. also der "Tod", der aus dem "Genuss vom Baum der Erkenntnis" folgen sollte, und der "Fluch", in den die Erde aus diesem Grunde eingehüllt sein sollte. Es ist die Sphäre des Schmerzes und des Leidens oder die Zone oder Daseinsform, die auch als "Hölle" bezeichnet wird. Da die Wesen hier "kosmisch bewusstlos" sind, das heißt, dass sie ihre Fähigkeit, das "Ewige" zu erleben, verloren haben und deshalb nur das "Zeitliche" erleben können, glauben sie, dass alles "zeitlich" ist, ja, sogar ihr eigenes Ich wird als bloßer Klumpen vergänglicher Materie aufgefasst, der durch das Zusammenspiel zufälliger Kräfte entstanden ist. Es ist diese Unwissenheit der Wesen über ihr unsterbliches Ich und ihre Identität mit der Ewigkeit, die ihren "kosmischen Tod" ausmachen. Einen Tod, der über diesen Verlust des "kosmischen Bewusstseins" hinausgeht, gibt es nicht. Ein Tod im absoluten Sinne, d.h. eine totale Auslöschung oder ein totales Aufhören des Daseins, kommt nur als gedachter Gegensatz zum Leben vor, nicht als reale oder konkrete Wirklichkeit. Der existierende "kosmische Tod" ist also nur eine Herabsetzung des Lebenserlebens vom "Ewigen" ins "Zeitliche". Somit ist der "kosmische Tod" das Lebenserleben in latenter Form oder in seinem niedrigsten Stadium. Es ist die Nachtseite des Lebenserlebens, die auch als Wintersphäre des Lebenserlebens bezeichnet werden kann. Hier rasen die Froststürme des kosmischen Winters oder des tötenden Prinzips über Wesen und Dinge hinweg. Hier sind die Wesen also davon ausgeschlossen, das "Ewige" erleben zu können. Sie müssen alles vom "Zeitlichen" aus beurteilen. All ihre Beurteilungen werden deshalb ausschließlich auf "zeitliche" Perspektiven gegründet und nicht darauf, welche Mission und welchen Platz die Wesen im "Ewigen" innehaben. Dadurch sehen sie nicht die wahren Fazite der Dinge. Sie sehen somit nur die rein "zeitlichen" oder lokalen Wirkungen und ahnen nichts von der göttlichen Bedeutung dieser Wirkungen in der Harmonie und Vollkommenheit des "Ewigen" oder des Ganzen. Da sie somit nur die schmerzhaften Wirkungen oder Unbehagensempfindungen sehen oder erleben, jedoch davon abgeschnitten sind, die Unentbehrlichkeit dieser Wirkungen für ihren eigenen Erwachensprozess vom "Zeitlichen" zum "Ewigen" zu erkennen, fassen sie alle Formen von Unbehagen oder die ganze Finsterniszone als "Fluch" auf. Sie können somit die Identität dieser Wirkungen mit dem Licht oder der göttlichen Liebe, die das ewige Lebensfundament des Weltalls ist, noch nicht sehen. Die Illusion besteht also darin, dass die Wesen wie gesagt das Leben nur als "Fluch" ansehen. Weiter weg von der Wirklichkeit, von der Gottheit oder dem wirklichen Leben kann ein Wesen nicht kommen. Hier ist der Wendepunkt. Hier geschah es, dass der "verlorene Sohn" anfing, sein unvollkommenes Leben zu entdecken, anfing, sich danach zu sehen, einfach nur einer der Tagelöhner seines Vaters zu werden. Hier geschieht es, dass der "verlorene Sohn" seinen Kurs ändert und zu seinem Vater zurückkehrt, vom "Tod" zum "Leben" zurückkehrt. Und hier ist es, wo wir den Erdenmenschen vorfinden. |
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