Lesen und suchen im Das Dritte Testament
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| Der Erdenmensch ist der "verlorene Sohn" am Wendepunkt | 1544. Die "Todeszone" ist die zweite Stufe oder das "Tierreich" im Spiralkreislauf. Der Erdenmensch repräsentiert also diesen Wendepunkt. Mit seinen starken egoistischen Neigungen, die ihn sich völlig gottlos auf Kosten der Mitwesen durchboxen lassen, und den hieraus folgenden unglücklichen Schicksalen, die er Leben für Leben erleben muss, stellt er den unglücklichen oder "verlorenen" Gottessohn dar. Mit seinen entgegengesetzten Tendenzen ‒ wie zum Beispiel Gewissensbissen über sein egoistisches, liebloses und tötendes Wesen und dem hieraus entstandenen Interesse an einem vollkommeneren und besseren Dasein, einem liebevolleren Verhältnis zu seiner Umgebung und einem beginnenden Verständnis dafür, dass es eine Vorsehung, eine Gottheit geben muss ‒ ist der Erdenmensch der "verlorene Sohn", der anfängt, sich nach seinem himmlischen Vater und seinem himmlischen Zuhause, dem "Paradies" oder " Himmelreich" zu sehnen. Der Erdenmensch ist ein Gottessohn, der vom Vater durch das Christusprinzip (die Schlange oder den Welterlöser) aus dem Licht fortgeführt wurde, weg von der Ewigkeit und hinunter in die Zeitlichkeit und Finsternis zum Erleben der Sphären des "Todes", zum Erleben des "Eins-Seins mit dem Sterblichen", des "Eins-Seins mit dem Zeitlichen", des "Eins-Seins mit dem Unvollkommenen", um auf diese Weise seinen Sohn als sein eigenes Abbild zu vervollkommnen. Denn ein Gottessohn, dem die Unvollkommenheit unbekannt ist, dem die Unwissenheit, der "kosmische Tod" oder das totale Fehlen des "kosmischen Bewusstseins" unbekannt ist, ist ja ein Wesen, das keine Möglichkeit hat, etwas falsch zu machen. Aber ein Wesen, das diese Möglichkeit nicht hat, hat ja auch keinen Willen. Und ein Gottessohn ohne Willen ist ein Wesen, das in Wirklichkeit nur ein blinder Automat ist, eine Maschine. Ein solches Wesen kann das "Abbild seines Vaters" nicht zum Ausdruck bringen. Eine Gottheit ist kein Wesen, das keinen Willen hat. Eine Gottheit ist geradezu ein kulminierender Wille. Aber um einen solchen Willen zu bekommen, musste der Gottessohn lernen, zwischen "gut" und "böse" zu unterscheiden, was wiederum dasselbe ist wie die Einhaltung bzw. die Übertretung des Liebesgesetzes. |
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