Lesen und suchen im Das Dritte Testament
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| Wenn die Prinzipien "männliches Wesen" und "weibliches Wesen" als Spezialwesen in allen Reichen des Kreislaufs gelten würden, wäre jede Form von Lebenserleben vollkommen unmöglich | 1556. Durch frühere Analysen des "höchsten Feuers" oder des sexuellen Prinzips hier im "Livets Bog" haben wir bereits einen beginnenden Einblick bekommen, wie die Wesen die sexuelle Natur zugunsten eines neuen Wesenszustandes verändern. "Männliche Wesen" und "weibliche Wesen" oder "Mann" und "Frau" sind nur lokale Phänomene im Spiralkreislauf. Es ist ja die Aufspaltung des sexuellen Prinzips in "spezielle männliche Wesen" und "spezielle weibliche Wesen", durch die der Kontrast zur Liebe, die Finsterniszone des Kreislaufs, manifestiert werden kann. Wenn diese beiden Wesensformen durch den ganzen Kreislauf hindurch gelten würden, dann könnte absolut kein Dasein erschaffen werden. Es wäre direkt unmöglich, die totale oder vollkommene Liebe zu manifestieren. Und dort, wo sie nicht existiert, kann ja unmöglich ein "Himmelreich" existieren. Wenn aber kein "Himmelreich" existieren könnte, das ja das mentale Licht des Daseins ist, könnte auch überhaupt keine mentale Finsternis existieren. Denn wenn einer der beiden Kontraste total fehlen würde, wäre jede Form von Wahrnehmung absolut unmöglich. Damit aber Bewusstsein oder Mentalität vorhanden sein und damit das Erleben des Lebens überhaupt stattfinden kann, müssen die Bedingungen dafür vorhanden sein, "unterscheiden" zu können. Jede Form von Wahrnehmung besteht ausschließlich darin, zwischen Kontrasten zu "unterscheiden". Alle Manifestationen sind Kombinationen von Kontrasten. Wären sie das nicht, würden sie überhaupt nicht als Manifestationen existieren. Und dort, wo es keine Manifestationen gibt, gibt es überhaupt keine Möglichkeit für Wahrnehmung. Und dort, wo es keine Wahrnehmung gibt, gibt es kein Erleben und damit absolut kein Leben. |
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