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(1053-1590) 
 
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Warum das "Himmelreich" auf der physischen Ebene der Erde durch die sexuelle Verwandlung des Erdenmenschen bedingt wird  1571. Damit die Erdenmenschheit auf der physischen Ebene der Erde in das "Himmelreich" eingehüllt werden kann, muss die "Nächstenliebe" also zu einer ihren Wesen innewohnenden organischen Funktion werden, die unabhängig vom Willen ist, exakt so, wie die Sympathie für das "entgegengesetzte Geschlecht" und die Antipathie gegen ihr "eigenes Geschlecht" eine organische Funktion ist. Und diese organische Funktion der "Nächstenliebe" muss dann im Individuum das Begehren danach auslösen, das "Paradies" mit jedem beliebigen Mitmenschen zu erleben. Dieser Mitmensch muss somit ein "Geschlecht" repräsentieren, das eine Befriedigung dieses Begehrens sein kann. Aber ein solches "Geschlecht" kann unmöglich das "männliche" oder "weibliche" Geschlecht sein, denn dann könnte das Gesetz der Nächstenliebe, das die Liebe zum "Nächsten" fordert, d.h. zu wem auch immer, ja nicht erfüllt werden. Aber ein "Geschlecht", das weder "männlich" noch "weiblich" ist, kann ja nur das oben besprochene Geschlecht oder Wesen sein, in dem beide sexuellen Pole, der "maskuline" und der "feminine", ebenbürtig geworden sind. Wenn diese Doppelpoligkeit im Wesen mit einem "Geschlecht" bezeichnet werden soll, dann kann das nur der Ausdruck "Gemeinschaftsgeschlecht" sein. Aber dadurch, dass das sexuelle Prinzip oder das "höchste Feuer" durch das Kreislaufprinzip allmählich alle Erdenmenschen in "ein einziges Geschlecht" verwandelt, entfernt es somit die Wurzel des "Eigentumsbegehrens" aus der Mentalität des Wesens. Wenn dieses "entgegengesetzte Geschlecht" nicht mehr existiert, kann es keine Rivalität um den Besitz der Wesen dieses Geschlechts hervorrufen. Da aber alle anderen Formen des "Eigentumsbegehrens" oder des "Dranges nach Besitz" in Wirklichkeit nur Verzweigungen und Ausläufer des sexuellen Begehrens nach dem "entgegengesetzten Geschlecht" sind, fallen sie ja ebenfalls mit der Vervollkommnung des "neuen Geschlechts" total weg. Mit der Verwandlung der sexualorganischen Struktur schwindet oder zerbröckelt das ganze Fundament für das Rivalisieren des tierischen Wesens um die Mitwesen und die Lebensgüter vollständig. Jeder Krieg, sowohl zwischen den Staaten als auch zwischen den einzelnen Individuen, ist damit unmöglich geworden.


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