Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Siehe das Symbol Nr. 12 im neuen Fenster. |
| Durch das sexuelle Prinzip wird das ewige Leben in Form eines ewig wechselnden Erlebens von Licht und Finsternis erlebt, was wiederum ein mit dem Ich als "festem Punkt" manifestiertes Kreislaufprinzip ausmacht, in dem alles eingeschlossen ist ‒ und somit auch die "Einweihung", die Reinkarnation und das Schicksal | 1574. Aber die Organverwandlung schreitet immer weiter voran und bedingt, dass eine jegliche Erlebensform "Sättigung" und die Sehnsucht nach ihrem Kontrast hervorruft. Und diese Sehnsucht führt das himmlische Wesen dann wiederum hinunter zur Finsternis, weg vom "Paradiesgarten" bis zur Sättigung vom Erleben der Finsternis, um es danach durch die Sehnsucht nach dem Licht wieder zur himmlischen Welt zu führen und so weiter. Das ewige Leben ist also ein sich ewig fortsetzendes Prinzip in Form eines wechselnden Erlebens von mentalem Licht und mentaler Finsternis. Aber ist es nicht genau dieses große Generalprinzip, das wir in einer Vielfalt von Variationen auf der physischen Ebene wiederkehren sehen, ja, sind nicht alle Dinge genau diesem Prinzip unterworfen? – Können wir überhaupt irgendetwas aufzeigen, das sich nicht in dem einen oder anderen Stadium eines Kreislaufs befindet? – Befinden sich die Stoffe oder Materien nicht in einem ewig wechselnden Rhythmus von festen zu flüssigen, gasförmigen und von dort zu strahlenförmigen (geistigen) Zuständen und von dort wieder zu gasförmigen, flüssigen und festen Zuständen. Es gibt somit kein Ding, das heute das ist, was es vor Millionen von Jahren war, so wie heutige Dinge in Millionen von Jahren ganz anders sein werden. Alles ist somit in Bewegung, befindet sich auf einer Wanderung. Und diese Wanderung ist also in dem erstgenannten großen Kreislaufprinzip verwurzelt. Ist das nicht der Grund dafür, dass es heißt: "Solange die Erde besteht, werden Saat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht nicht ausbleiben"? – Was ist das anderes als ein sich fortsetzender Kreislauf? – Und ist die Reinkarnation im Prinzip nicht genau derselbe Kreislauf? – Ist das Leben nicht gemäß den kosmischen Analysen hier ein ewig wechselndes Erleben eines physischen und eines geistigen Daseins? – Durch das sexuelle Prinzip oder das "höchste Feuer" wird das Leben also in Form von Kreisläufen erlebt. Zuerst wird der große, durch Einwicklung und Entwicklung auftretende Kreislauf (der Spiralkreislauf) erlebt. Diesen Kreislauf passiert das Individuum dann wiederum in Form der vielen kleineren Kreisläufe, die wir "Erdenleben" nennen mit den dazugehörenden und dazwischenliegenden geistigen Existenzen. Danach tritt das tägliche Leben, treten unsere Handlungen als Element im Kreislauf auf, der als "Schicksal" bezeichnet wird. Unser Schicksal ist somit in Wirklichkeit nur ein Kreislauf unserer Handlungen. Ihre Nachwirkungen sind nur neue Stadien der von uns durch diese Handlungen ausgelösten Energien. Aber so wie die Erdenmenschen ihr geistiges Dasein zwischen ihren physischen Leben nicht kennen und deshalb nicht wissen, dass sie unsterblich sind, so kennen sie auch nicht die kreislaufgebundenen Nachwirkungen dieser ihrer Handlungen und wissen deshalb nicht, dass alles, was sie überhaupt erleben können, nur Nachwirkungen der früher von ihrem Ich ausgelösten Energien sind, weil dieses Ich der einzige existierende "feste Punkt" ist, auf dem der Kreislauf der von ihrem Ich ausgelösten Energien ruhen kann. Sie wissen somit nicht, dass jeder von ihnen der einzige absolute Urheber seines Schicksals ist. |
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