Lesen und suchen im Das Dritte Testament
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| Das begrenzte Wissen des Erdenmenschen und der hieraus folgende Aberglaube, dass er die höchste Lebensform oder der höchste Ausdruck für Leben im Universum ist und die Konsequenzen hieraus | 1586. Die ungefärbte Figur, die sich vom Seligkeitsreich über das Pflanzenreich und die Stufe des Tierreichs erstreckt und so gerade eben die Grenze zum wahren Menschenreich berührt, soll das allgemeine erdenmenschliche Wissen über den Spiralkreislauf oder die Struktur des wirklichen, ewigen Lebens symbolisieren. Da die allgemeinen Erdenmenschen, wie die Figur zeigt, die Struktur dieses ewigen Lebens nur in dem lokalen Feld sehen können, das mit dem kristallisierten oder verdichteten Teil des Seligkeitsreiches anfängt, der ja dasselbe ist wie das sichtbare Mineralreich, und danach nur das Pflanzenreich sehen sowie das Tierreich, in dem sie selbst als die herausragendsten "Schöpfungen" auftreten, glauben sie, dass sie das ganze Leben des Universums ausmachen. Alle anderen Naturkräfte und Energiezentren, wie z.B. Planeten, Sonnen und Milchstraßen, sind für sie somit tote oder leblose zufällige Kräfte. Da diese Kräfte aber gerade die Ewigkeit repräsentieren, enthüllt diese Auffassung von der Welt oder Erkenntnis über das Leben den Erdenmenschen ja als einen Anbeter des "Todes". Was ist die Erkenntnis von einer Energiekombination oder einem Erdenleben von siebzig bis hundert Jahren im Verhältnis zum übrigen Weltall oder zu dem Energieozean, der die "Ewigkeit" zum Ausdruck bringt? – Muss ein solches Erdenleben nicht in dem endlosen Ozean von Jahrhunderten, Jahrtausenden, Jahrmillionen, Jahrbillionen usw. verschwinden? – Was bedeutet schon die Schöpfungsleistung eines Menschen in einem so kleinen Zeitraum, selbst wenn es sich um hundert Jahre handelt? – Selbst wenn der Betreffende ein König oder viele Male ein gewählter Präsident oder ein gewähltes Staatsoberhaut war, wenn er Pyramiden, Schlösser und Tempel gebaut hat, die in Jahrtausenden dem Zahn der Zeit trotzen konnten, können diese Leistungen dann trotzdem jemals beanspruchen, etwas anderes oder mehr zu sein als eine "Staubflocke" im Vergleich zu dem außerhalb auftretenden ewigen Schöpfungsprozess und seinem Urheber? ‒ Zu glauben, dass diese Staubflocke das höchste existierende Leben des Universums selbst ist, das höchste existierende bewusste Erkenntnis- oder Erlebenszentrum ist, zu glauben, dass die siebzig- bis hundertjährige Realität das Leben ist, während die billionenjährigen, sich außerhalb befindenden Phänomene der "Tod" sind, bedeutet ja absolut nichts anderes, als den "Tod" anstelle des Lebens anzubeten oder zu verehren. Wenn ein so kleiner Bereich des Lebens wie der der Erdenmenschheit der höchste Ausdruck des Universums für Denken und Willensführung sein soll, dann muss dieses Leben ja mit seiner unfassbaren Kleinheit als unsichtbare Staubflocke gleich einem "Nichts" im Verhältnis zur Unendlichkeit und Ewigkeit des übrigen Weltalls den Sinnen entschwinden, das Weltall als leblosen Koloss zurücklassend, als verwelktes Blatt, das von der Zufälligkeit der Herbststürme hin und her geweht wurde. Wahrlich, eine hoffnungslose Auffassung von dem ewigen Leben, in dem "wir leben, uns bewegen und sind", aber ein würdiger Kontrast oder Hintergrund für dieses Leben in Gestalt des "kosmischen Bewusstseins", welches die "Staubflocke" sich selbst als Ewigkeit, als Unendlichkeit sowie als Lokalität oder Zeitlichkeit, als das Erschaffene erleben lässt und damit die Identität des Todes mit einem bloß "gedachten" oder "erschaffenen" Gegensatz zum ewigen Sein des Ichs oder des Lebewesens enthüllt ‒ ein untergeordnetes Detail in seiner ewigen Willensführung, seinem ewigen Erleben und seiner ewigen Manifestation. |
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