Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Siehe das Symbol Nr. 12 im neuen Fenster. |
| Ein kleiner Einblick in das Seligkeitsreich | 1588. Diese innere Welt besteht also ausschließlich aus den Erinnerungen des Individuums an seine ganze Passage durch den Spiralkreislauf, angefangen bei seinem ersten Durchdringen des Mineralreichs bis zur Kulmination in dem höchsten Erleben des Lebens, in der göttlichen Welt. Seine innere Welt besteht also wie gesagt ausschließlich aus Kopien aus dieser ganzen Passage. Es hat hier die Möglichkeit, in einer Welt zu sein, in der sein eigenes Ich die einzige Leben spendende Kraft in allen Dingen ist, sowohl in den mineralischen, vegetabilischen und animalischen Phänomenen dieser inneren Welt als auch in ihren strahlenförmigen oder geistigen Regionen und Bewegungen. Alle hier vorkommenden Lebewesen, Kristalle, Pflanzen, Tiere und Menschen, ja, all die Ozeane und Kontinente dieser inneren Welt, Hochland und Flachland, Wälder und Ebenen, ihre Jahreszeiten wie Winter und Sommer, ihre Tage und Nächte, ihre Erde und ihr Himmel, ihre Planeten, Sterne und Sonnenstädte usw., usw. leben und atmen, durchlaufen ihre Bahnen und Kreisläufe, ausschließlich mit dem Ich des Wesens als allerhöchstem Leben spendendem Urheber und Fundament. Jedes "Seligkeitsreich" ist die absolute eigene Welt des Lebewesens. In ihr findet sich überhaupt keine lebende Kraft, außer in Form der vom Ich in der äußeren Welt erlebten Erfahrungen, sowohl Trauer und Freude als auch Unglück und Glück, umgesetzt in strahlende und ergreifende "Goldkopien". Das "Seligkeitsreich" ist eine Erlebensepoche des gesamten im Spiralkreislauf erlebten Universums in einer "Goldkopie". Da das Lebewesen wie gesagt in diesem "goldkopierten" Universum oder Weltall der alles beherrschende Leben spendende Faktor hinter jeglicher Zeit und jeglichem Raum, hinter jeglicher Bewegung ist, befindet es sich hier in einer Situation, die so sehr der Identität der Gottheit im äußeren Universum gleicht, dass diese Situation nur als "Wesen als Abbild Gottes" bezeichnet werden kann. Im "Seligkeitsreich" sehen wir somit die totale Erfüllung der von der Gottheit einmal verkündeten Bestimmung für "Adam" und "Eva", als er sagte: "Lasst uns einen Menschen machen als unser Abbild, uns gleichend". Während diese Schöpfung in der "göttlichen Welt" gewiss zur Vollkommenheit gebracht wurde und sie dem Wesen hier das absolute, totale Erleben von Souveränität gibt, wird das Souveränitätserleben im "Seligkeitsreich" in einem noch höheren oder stärkeren Grad empfunden. Das liegt an dem Umstand, dass das Erleben des Wesens in der äußeren Welt immer eine Reaktion auf die Begegnung der eigenen Energien mit den Energien der äußeren Welt sein muss, was ja in der inneren Welt oder im "Seligkeitsreich" nicht der Fall ist. Hier sind alle Manifestationen und Schöpfungen keine Reaktion auf die Begegnung der Materien der äußeren mit denen der inneren Welt, sondern nur eine Wiederholung der einmal in der äußeren Welt erschaffenen oder erlebten Phänomene. Was das Wesen oder Individuum in den fünf Reichen der äußeren Welt niemals erlebt hat, kann unmöglich im "Seligkeitsreich" erlebt werden. Alles, was somit hier geschieht, ist eine Wanderung durch die Welt der "Erinnerungen". Es ist aber genau diese Situation, die diese innere Welt zu einer phantastischen Zauberwelt macht, zu einem Märchen der Märchen. Anstatt, wie in der äußeren Welt, die ganze Zeit das Leben als Reaktion der eigenen mit fremden Kräften erleben zu müssen, wird das Erleben im "Seligkeitsreich" nicht bloß zu einem Erleben aller Erinnerungen in einem verherrlichten, überirdischen oder himmlischen Schein, vielmehr kann das Individuum aus diesen Erinnerungen innere "Neuschöpfungen" von einer phantastischen Anmut und einer Seligkeit spendenden Empfindung bilden. |
Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.
Seitenübersicht