Lesen und suchen im Das Dritte Testament
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| Das ewige Leben ist nicht nur die Unsterblichkeit, sondern es ist die Gottheit, offenbart im Lebewesen, und das Lebewesen, offenbart in der Gottheit | 1590. Und auf diese Weise ist das ewige Leben in Form des Spiralkreislaufs bloß eine höhere Form des Erlebens von Tag und Nacht. Durch das Pflanzen-, Tier-, Menschen- und Weisheitsreich sowie die göttliche Welt oder alle Erlebnisse in der äußeren Welt erlebt das Wesen das "Tagesprinzip" und durch das "Seligkeitsreich" oder die innere Welt das "Nachtprinzip". Das ewige Leben ist somit eine sich ewig fortsetzende Reihe von Erlebnissen des "Tages-" und "Nachtprinzips", nicht bloß in Form eines Vierundzwanzigstundentages, sondern auch in Form der gewaltigen Zeitepochen des Spiralkreislaufs mit einem wechselnden Erleben von kosmischem Licht und kosmischer Finsternis, kosmischen Tagen und Nächten, kosmischen Sommern und Wintern. In sich ewig fortsetzenden Reihen von millionenjährigen Zeitepochen mit ununterbrochen wechselnden Szenerien in verschiedenen Formen von Erlebenszuständen haucht der ewige Vater seinem ebenso ewigen Sohn seine unermessliche Schöpfermacht, sein unermessliches Können und Wissen, sein eigenes Bewusstsein, sein ewiges Leben ein. Der Gottessohn oder das Lebewesen bekommt dadurch eine überirdische Identität, wird zum Abbild des Vaters, ihm gleichend. Das ewige Leben ist somit nicht bloß Unsterblichkeit, eine Beherrschung der Elemente, ein überlegenes Hinwegsegeln über die unermesslichen Ozeane von Zeit und Raum, sondern es ist die Gottheit, offenbart im Lebewesen, und das Lebewesen, offenbart in der Gottheit. Aber damit ist das ewige Leben identisch mit der Liebe und die Liebe identisch mit dem ewigen Leben. Wahrlich, es ist nicht verwunderlich, dass das ewige Gebot durch das Universum schallt: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst", denn dieser Nächste ist ja der ewige Vater. Die mentale "Wellenlänge" des Weltalls ist Liebe. Jeder, der das "ewige Leben erben" will (der kosmisches Bewusstsein, Wissen über seine eigene Unsterblichkeit erreichen und eins mit dem Vater sein will), muss deshalb seine Mentalität unumgänglich auf die Liebe einstellen. Nur durch sie wird das Wesen sich seiner eigenen Identität mit der Ewigkeit bewusst, sieht, dass alles sehr gut ist, und empfindet das Leben als Gottes Strahlenglorie. |
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