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(1591-1938) 
 
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Die seelische Geburt. "Verwicklung" und "Entwicklung"  1607. Diese "seelische Geburt" ist nämlich nicht wie die physische eine Art blitzschneller Prozess, der normalerweise nur wenige Augenblicke dauert. Die "seelische Geburt" ist ein Prozess, der gleichzeitig mit der physischen Geburt beginnt und so lange andauert, bis das Wesen die Volljährigkeit, d.h. sein "Erwachsenenalter", erreicht hat. Bei geringer entwickelten Tierarten kann der Fötus schon selbst zurechtkommen, sobald die physische Geburt überstanden ist. Hier hört der "seelische Embryozustand" sozusagen gleichzeitig mit der physischen Geburt auf. Dass er bei diesen Wesen so plötzlich und schnell aufhören kann, ist auf den Umstand zurückzuführen, dass der seelische Zustand dieser Wesen im jetzigen Spiralkreislauf noch von sehr geringem oder elementarem Umfang ist. Außerdem sind ihre äußeren physischen Lebensfunktionen so einfach oder simpel, dass diese sich völlig zu selbständigen Automatfunktionen entwickeln konnten, die sofort bei der physischen Geburt in Funktion treten können. Die physischen Lebensfunktionen sind also hier Unterbewusstseinsfunktionen von selbständigerer Art als bei den in der Entwicklung weiter fortgeschrittenen Wesen. Je weiter sich die Wesen auf der physischen Ebene entwickeln, desto mehr werden die physischen Lebensfunktionen zu wachen Tagesbewusstseinsfunktionen, um später, wenn das Wesen in der Entwicklung die Kulmination im physischen Dasein passiert hat, wieder dazu überzugehen, zu Unterbewusstseinsfunktionen zu werden. Dieser Übergang der Funktionen vom Tagesbewusstsein zum Unterbewusstsein vergeistigt das Wesen oder den Menschen, während also das Umgekehrte der Fall ist, solange die physischen Lebensfunktionen vom Unterbewusstsein zum Tagesbewusstsein übergehen. Bei letzterem Übergang wird das Lebewesen physisch, es "verwickelt" sich in die Materie, es wird eins mit der Materie, während das Wesen sich beim erstgenannten Übergang "entwickelt", eins mit dem Geist wird.


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