Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Das Umschaffen des Wesens zur "Einpoligkeit" von Seiten des "höchsten Feuers" und die Wirkungen hiervon. – Der kosmische Todesprozess | 1610. Zunächst ist der Zustand des Gottessohnes durch dieses Flammenschwert von "Doppelpoligkeit" in "Einpoligkeit" verwandelt worden. Und im gleichen Umfang, wie diese "Einpoligkeit" zunimmt, verliert das Wesen seine Fähigkeit, mit den höchsten Lebensgesetzen in Kontakt zu sein. Es verliert damit ein entsprechendes Maß an jener Freiheit, die der Kontakt mit diesen Gesetzen gerade bedingt. Somit verursacht die Einpoligkeit dem Wesen eine immer geringere Manifestations- und Erlebensfähigkeit. Die "Verzauberung" des "Königssohnes" (des Gottessohnes) ist in vollem Gange. Er versteinert und wird immer mehr eins mit der Materie. Dieser beginnende Verlust der kosmischen Freiheit ist also eine dementsprechende kosmische Fesselung. Die erste Etappe dieser kosmischen Fesselung ist, wie bereits erwähnt, die Fesselung an den Körper, wodurch die Bewegungsfreiheit des Wesens im Raum im Verhältnis zu seiner ursprünglichen psychischen Bewegungskapazität, selbst mit den modernsten Verkehrsmitteln, den Propeller- oder Düsenflugzeugen, nur mit der Geschwindigkeit der Schnecke im Verhältnis zu der des Projektils zu vergleichen ist. Und was die Fesselung des Wesens an die "Zeit" betrifft, so kann es sich auch hier nur auf einem sehr kleinen, mikroskopischen Fleck bewegen, ja, es ist beinahe an Ort und Stelle angenagelt. Dieser kleine Fleck ist das "Jetzt". Das "Jetzt" ist nur ein Funke, ein Lichtblitz aus dem mächtigen Feuer, das es selbst in Form der Ewigkeit ausmacht. Wahrhaftig, hier kulminiert des Gottessohnes Erleben des Todes. Die Ewigkeit in ihm ist ein Koloss ohne Leben. Sein Leben besteht aus Tausenden, Abertausenden, ja einer völlig unbegrenzten Anzahl von Jahrmillionen, aber seine tagesbewusste, wache Kenntnis von seinem enormen Lebensterrain zählt nur Stunden und Tage. Er sieht sich selbst als so und so alt an, so und so schwer und so und so groß. Was aber bedeuten Alter oder Gewicht und die eine oder andere Größe im Verhältnis zur Ewigkeit und Unendlichkeit? – Schrumpfen nicht die größten Zahlenangaben und werden unglaublich klein, ja werden immer kleiner, je mehr sie mit der Unbegrenztheit der Ewigkeit verglichen werden? – Kann sich eine "kosmische Leiche" offensichtlicher und unerschütterlicher manifestieren als eben durch diese physische und materialistische Auffassung des Gottessohnes von sich selbst? – Als mit der Ewigkeit identisch, hat er riesige Dimensionen, aber sein Bewusstsein ist schon längst in der Finsternis der nicht wahrzunehmenden Winzigkeit des Mikrokosmos verschwunden und wird immer kleiner. Kann ein Todesprozess realistischer sein? – |
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