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(1591-1938) 
 
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Der Untergang des von den Menschen erschaffenen Gottesbegriffs oder Gottesbilds wegen des Könnens der materialistischen Wissenschaft  1616. Und mit dem Ausleben dieses Weltbilds hat der Mensch die Kulmination der Schöpfung des Gottesbegriffs in seinem eigenen Gleichnis oder Abbild erreicht. Mit diesem in Gestalt eines Menschen hervortretenden Gottesbild geht die Ausformung des Gottesbilds oder der Weltanschauung in eine ganz neue Epoche über. Die alte Gestaltung des Gottesbildes im eigenen Abbild des Wesens liegt im Sterben. Dieser Tod wird vom wachsenden Zweifel der Menschen an dem überlieferten Gottesbild und der Weltanschauung, die als Abbild des unvollkommenen Menschen modelliert wurden, gefördert. Und dieser Zweifel wird wiederum von der wachsenden Intelligenz des Menschen und den zunehmenden Erfahrungen auf dem Gebiet der Naturforschung, die er sich angeeignet hat, gefördert. Er beginnt zu entdecken, dass die Natur eine zusammenhängende Ganzheit, eine große Einheit ist, die in keinerlei Weise von einem Wesen dirigiert wird, das auf einem Thron sitzend in höherer Menschengestalt hervortritt. Diese Einheit kann er jedoch vorläufig nur in den rein materiellen Forschungsresultaten sehen. Diese Resultate geben dem Menschen ein außerordentlich umfangreiches materialistisches Wissen. Dieses Wissen ist jedoch kein vollständiges Wissen, sondern nur ein lokales, d.h. in diesem Fall ein Wissen über die rein physischen Erscheinungen in der Struktur des Weltalls. Dieses Wissen umfasst also keine wahre Kenntnis über die psychische oder geistige Seite dieses Weltalls. Diese psychische oder geistige Seite verbleibt deshalb da Mystik, wo ihre Existenz nicht geradezu verneint wird. Da der Mensch mit seiner wachsenden Intelligenz also auf Forschung eingestellt ist und da diese nur materiellen Erscheinungen, den rein zeitlichen oder vergänglichen Dingen, gelten konnte, besteht das vorläufige Resultat dieser Forschung ausschließlich aus physischen Maß- und Gewichtsfaziten. Dieses Wissen oder diese Wissenschaft ist also hundertprozentig materialistisch. Von dieser irdischen Wissenschaft, die auf Maß- oder Gewichtsfazite basiert, kann daher kein "ewiges" Lebewesen konstatiert werden, von dem man sich vorstellen könnte, dass es geradezu willens- oder bewusstseinsgemäß hinter der Struktur des Weltalls mit allen dem "Anfang" und "Ende" unterworfenen Erscheinungen stecken könnte, denen der Forscher überall und in allem begegnet. Etwas, das nicht physisch, nicht zeitlich ist, kann also von diesem materialistisch beschäftigten und eingestellten Forscher unmöglich anders denn als Fanatismus, Naivität und Aberglaube und also im allerhöchsten Grad als "unwissenschaftlich" betrachtet werden.


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