Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Die noch unentwickelten Kenntnisse der Erdenmenschen über "das höchste Feuer" und die Konsequenzen hiervon |
1634. Aber das volle Verstehen von Licht und Finsternis liegt in der Kenntnis von dem hier im "Livets Bog" mehrfach erwähnten "Spiralkreislauf".
Dieser wird vom Prinzip "das höchste Feuer" gefördert und aufrechterhalten.
Dieses Feuer ist wiederum dasselbe wie das Hunger- und Sättigungsprinzip, dessen Auswirkung als "Sexualismus" kulminiert.
"Sexualismus" ist wiederum dasselbe wie jedes Gefühl von Wohlbehagen oder Wollust, was wiederum dasselbe ist wie jede Form von Sättigungsgefühl, jede Form von Wohlbefinden.
Dass die Menschen im täglichen Leben nur den Geschlechtsverkehr oder den Befruchtungsakt als Sexualismus auffassen, enthüllt nur ihren noch schlafenden oder kosmisch toten Zustand oder die große Unwissenheit von ihrem Ich selbst und dessen kosmischer Psyche.
"Das höchste Feuer" liegt also absolut allen existierenden Formen von Hunger und Sättigung zugrunde und kulminiert als Verlangen oder Hunger nach der Finsternis und der Sättigung an dieser Finsternis sowie als Hunger nach dem höchsten Licht und der Sättigung an diesem Licht. Diese zwei Begehren und ihre Sättigung umfassen die Vielfalt der Formen von Begehren des Universums, sowohl den normalen Hunger nach Nahrung und dessen Sättigung, die Begierde nach Reichtum, Position und Macht als auch das Verlangen, seinen Nächsten oder alles Lebende zu achten, zu ehren, zu lieben und zu dienen, sowie die Befriedigung dieser Begierden. Von diesem enormen Hunger- und Sättigungsprinzip, von diesem Ozean der Begierden und Befriedigungen fasst der Erdenmensch, wie bereits erwähnt, nur den Geschlechtstrieb und dessen Befriedigung als "Sexualismus" auf. Und es wird hier zu einer Selbstverständlichkeit, dass der Mensch somit ein unfertiges Wesen ist. Da er die Schöpfung seines ganzen Lebensschicksals mit seinem Willen dirigieren muss und da die Willensführung nur zu absolutem Glück führen kann, wenn sie mit den Weltgesetzen oder "Gottes Willen" (der Weltlogik) in Kontakt ist, und da er ins Unglück gerät, wenn dies nicht der Fall ist, ist es nicht so merkwürdig, dass der Erdenmensch mit seiner kosmischen Bewusstlosigkeit seinen Willen in Bezug auf den wahren großen Ozean der Sexualität außerhalb des besonderen Wesenszustands des männlichen und weiblichen Geschlechts nicht in Kontakt mit den Lebensgesetzen dirigieren kann. Er kann ja unmöglich seinen Willen nach einem Wissen dirigieren, das er nicht hat. |
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