Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Wenn man bestreitet, dass die Offenbarung der Weltstruktur als Gesamtheit aus reiner Weisheit und Liebe und somit aus Lebensäußerungen besteht | 1641. Mit unserem gesamten umfassenden Studium des "Livets Bog" ist es uns zur Tatsache geworden, dass jede Manifestation, sowohl als Stoff wie auch als Materie, ein Stadium in einem Kreislauf ist. Dieser Kreislauf ist wiederum eine mentale Bewegung von Finsternis zu Licht und von Licht zu Finsternis und von hieraus wieder zurück zum Licht und immer so weiter. Da diese Bewegung, die das hervorragendste Kennzeichen des Lebens ist, in der Gesamtwirkung hundertprozentig logisch ist, wird sie mit der Kulmination von Weisheit und Liebe identisch. Alles ist also "lebendig". Jede Bewegung, jede Funktion, jede Energieauslösung ist in ihrer höchsten Instanz oder in der Gesamtheit eine mentale Funktion. Wenn sich die Gesamtheit jedoch als eine mentale Funktion offenbart oder äußert, d.h. als eine lebende bewusste Willensführung, wer oder was ist dann diese Gesamtheit? – Kann eine mentale Funktion, eine Offenbarung von Weisheit und Liebe die Bekanntmachung eines toten Dinges sein? – Kann ein totes Ding Urheber von Absichten sein? – Kann ein totes Ding es wollen, dass die Gesamtstruktur des Weltalls und damit alle existierenden Energieauslösungen, Bewegungen und Manifestationen so zugunsten der Gesamtheit angepasst hervortreten, dass sie mit dem ewigen Fazit: "Alles ist sehr gut" bezeichnet werden können? – Und wer anders als der Narr oder der intolerante Apostel der Unwissenheit und Naivität wagt es zu behaupten, dass die Offenbarung dieser enormen Weltszenerie, dieser enorme Ozean von Energien, Kräften und Bewegungen nicht dazu bestimmt sei, Reaktionen zu schaffen? – Warum sollte eine Bewegung überhaupt stattfinden, wenn sie nicht den Zweck hätte, auf etwas einzuwirken, das diese Einwirkung merken und darauf reagieren kann? – Auf etwas einzuwirken, das tot ist, etwas, das die Einwirkung nicht erleben oder darauf reagieren kann, wäre doch vollkommen sinnlos. Tote Dinge ihrer selbst wegen zu beeinflussen, macht ja den Prozess gleich Null. Zu welchem Nutzen können tote Dinge sein, wenn sie nicht gleichzeitig bezwecken, die Sinne lebender Wesen zu beeinflussen? – Jede Form von Bewegung in der Welt, von den Bahnen der Sterne und Himmelskörper im Makrokosmos an bis zu den Bewegungen der Energiepartikel im Mikrokosmos, bezweckt einzig und allein nur dies eine, die Sinne lebender Wesen zu beeinflussen. Diese Erkenntnis zu verneinen oder abzulehnen ist dasselbe wie sein Leben auf eine Abnormität zu bauen. Das heißt auf eine Kulmination von Wahn und Aberglaube zu schwören. Das heißt, den Tod, statt das Leben anzubeten. Glaubt man aber, auf die Dauer weiterhin auf eine Lebensauffassung schwören zu können, die an sich ein Kompromittieren des eigenen Unvermögens, der eigenen Verleugnung von Tatsachen ist? – Ist dieses Unvermögen, diese Verleugnung von Tatsachen, an sich nicht ein Stadium im Kreislauf, eine mentale Bewegung zwischen Intellektualität und Primitivität, ein Ton auf der Skala zwischen Licht und Dunkel, zwischen Diskant und Bass? – |
Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.
Seitenübersicht