Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Das höchste Feuer und das Ich | 1648. Da also die ganze Lebensfunktion von dem Schaffen oder Erreichen der Gefühle von Behagen oder Wohlbefinden handelt und da das Leben ohne diese keine Kulmination erreicht, wird es hier sichtbar, dass dieses Prinzip mit dem allgemeinen sexuellen Prinzip identisch ist. Was dieses Prinzip betrifft, so handelt es sich hier auch um das Erreichen der höchsten Empfindung von Wohlbehagen oder Wollust. Es besteht also kein Unterschied zwischen dem erdenmenschlichen Sexualprinzip und dem kosmischen Prinzip des Erlebens des Lebens an sich. Nur mit der rein äußeren Struktur, infolge der Verbindung mit dem leiblichen Fortpflanzungsprinzip, sondert sich die erdenmenschliche Sexualität vom Hauptprinzip als spezieller Einzelbereich ab. Das ganze Erleben des Lebens, ja die ganze Weltstruktur, ist also eine Frage des Gefühls von Wohlbehagen. Dieses Wohlbehagensgefühl ist seiner höchsten Instanz nach das "Himmelreich", ist die "Seligkeit", das Erleben der "Unsterblichkeit", das Erleben, "eins mit dem Vater" zu sein, und das Erleben, Herr über Zeit und Raum zu sein. Das Zufriedenstellen dieses höchsten Wohlbehagens des Lebens ist also dasselbe wie das "höchste Feuer". Dieses Zufriedenstellen oder dieses "Feuer" ist die mentale Wärmequelle des Ichs, ist sein Herd, seine Wiege, seine Grabstätte, seine Auferstehung und sein ewiges Sein. |
Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.
Seitenübersicht