Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Der sexuelle Kreislauf der Wesen erstreckt sich über zwei Spiralkreisläufe |
1650. Dank seiner zwei Polprinzipien ist das Lebewesen also imstande, die oben genannten Bedingungen für das Erleben des Lebens erfüllen zu können.
Wir wissen schon aus früheren Analysen im "Livets Bog", wie sich das Erleben des Lebens für das Lebewesen zur Wanderung durch einen kosmischen Spiralkreislauf gestaltet.
Wir wissen auch, dass diese Kreislaufwanderung dadurch verwirklicht wird, dass sich der eine Pol im Wesen zu einem gegebenen Zeitpunkt auf eine latente Funktion einschränkt und der andere somit das Bewusstsein tragen muss.
Dabei entstehen die zwei Geschlechter, das "maskuline" und das "feminine".
Wenn der maskuline Pol vorherrschend ist und das Bewusstsein trägt und der feminine latent ist, dann ist das Wesen ein "männliches" Geschlechtswesen.
Wenn der feminine Pol dominiert und der maskuline Pol latent ist, ist das Wesen ein "weibliches" Geschlechtswesen.
Wenn der maskuline Pol im Wesen seine Kulmination erreicht hat und der feminine Pol dementsprechend zur Mindestentfaltung zurückgebildet ist, beherrscht der zuerst genannte Pol die Führung des Willens und die ganze Wahrnehmung des Wesens, das dann hundertprozentig "maskulin" ist, und das Wesen tritt infolgedessen als ein dementsprechend hundertprozentig "männliches" Wesen hervor, während das Gegensätzliche der Fall ist, wenn sich der feminine Pol in seiner Kulmination befindet und der maskuline zurück zu einer Mindestentfaltung gebracht worden ist.
Dann ist das Wesen ein hundertprozentig "weibliches" Wesen.
Da die Kulmination des "männlichen" Geschlechtszustands eine Sättigung dieses Zustands verursacht, entsteht gleichzeitig das Verlangen nach dem Gegenteil, also geschieht genau das, was in jeder anderen Situation, in der eine Sättigung eintritt, vorgeht. Die Sättigung des "maskulinen" Geschlechtszustands verursacht also das Verlangen nach dem "femininen" Geschlechtszustand. Dies bewirkt wiederum, dass der maskuline Pol zurückgehalten wird und der feminine Pol die Führung übernimmt. Und das ehemalige "männliche" Geschlechtswesen wird nun ein "weibliches". Das Gleiche ist natürlich der Fall, wenn der "weibliche" Geschlechtszustand im Wesen kulminiert. Nach dieser Kulmination wird auch hier das Verlangen nach dem Gegenteil hervorgerufen, wodurch der maskuline Pol zur Kulmination gebracht und der feminine Pol zur Mindestentfaltung zurückgeführt wird. Und das betreffende Wesen, das vorher ein "weibliches" Wesen war, tritt nun als ein "männliches" hervor. Für jedes der beiden Geschlechter gilt also, dass sie nach der Kulmination ihres Geschlechts, kraft ihres Begehrens, zum anderen Geschlecht übergehen. Diesen Geschlechtswechsel kann das Wesen jedoch nicht ebenso schnell vornehmen wie es die Erdenleben wechselt. Der genannte Geschlechtswechsel hat seinen eigenen Kreislauf, der sich, wie wir später auf dem Symbol Nr. 13* sehen werden, über zwei Spiralkreisläufe erstreckt. Jedes zweite Mal, wenn das Lebewesen es erlebt, ein Individuum im Tierreich des Spiralkreislaufs zu sein, ist es ein "männliches" Geschlechtswesen und jedes zweite Mal ein "weibliches" Geschlechtswesen usw. in alle Ewigkeit. ____________ * Dieses Symbol wird später nicht erklärt, es ergibt sich aber aus Symbol Nr. 35 in "Das Ewige Weltbild", Band 4. |
Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.
Seitenübersicht