Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Der Halbgeschlechtszustand der Wesen als tiefste Ursache allen mentalen Dunkels oder des sogenannten "Bösen" in der Welt |
1653. Da sich das Individuum gleichzeitig inmitten einer Welt von "Halbgeschlechtswesen" seiner eigenen Art, dem sogenannten "eigenen Geschlecht", befindet, mit dem es die Seligkeitsblitze oder den Impuls des wahren Lebens nicht erleben kann, hat es kein sexuelles Interesse an diesen Wesen.
Das hundertprozentige "Halbgeschlechtswesen" hat kein Talent für eine auf Sympathie oder Liebe gegründete Verbindung oder einen derartigen Kontakt mit Wesen seines eigenen Geschlechts.
Es gibt in einem solchen Wesen kein Feuer, das hier die Instinkte zur Sehnsucht danach erwärmt, Liebkosungen mit diesen Wesen auszutauschen.
Und da die genannten Wesen gleichzeitig Rivalen um Wesen des anderen Geschlechts sind, die ja eine Lebensbedingung für das Gleichgewicht ihrer Mentalität oder ihres Seelenlebens sind, werden sie, wie schon vorher im "Livets Bog" beschrieben, zu etwas Unangenehmen bzw. zu etwas, was das Leben der Wesen des eigenen Geschlechts erschwert.
Die Wesen dieses Geschlechts werden einander deshalb im schlimmsten Falle als Todfeinde betrachten, als Wesen, die man am liebsten aus dem Wege geräumt hätte, damit man selber Alleinherrscher unter den Wesen des anderen Geschlechts sein kann.
Diese mentale Einstellung zu den Wesen des eigenen Geschlechts ist die allererste Form vom sogenannten "Bösen", die heute unter dem Begriff "Eifersucht" bekannt ist.
Diese "Eifersucht" ist also in Wirklichkeit ein "Selbsterhaltungstrieb".
Der "Selbsterhaltungstrieb" ist wiederum der eigentliche Stamm vom "Baum der Erkenntnis".
Er ist der Stamm, an dem alle Formen von Hass und somit alle Formen von Verfolgung und jedes Streben nach dem Leben anderer Wesen die Zweige sind.
Jede Verfolgung des Nächsten hat also ihren Ursprung in der "Eifersucht" oder dem "Selbsterhaltungstrieb", gleichermaßen wie die Zweige eines Baumes vom Stamm ausgehen und die Nahrung für ihr Leben von ihm bekommen.
Man kann auch sagen, dass der Selbsterhaltungstrieb und seine gesamte Vorstellungskonzentration, die "Selbstsucht" oder der "Egoismus", ein Fluss sind und dass alle verschiedenen Formen von Verfolgung des Nächsten oder Manifestationen von Lieblosigkeit die Nebenflüsse oder Bäche dieses Flusses sind.
Und nie zuvor in der Geschichte der Erdenmenschheit sind diese Nebenflüsse, Flüsschen und Bäche der Selbstsucht mehr zur Tatsache geworden als gerade in unserer Zeit.
Ist nicht das ganze menschliche Dasein auf der Erde gerade in der jetzigen Zeitepoche ein geradezu undurchdringliches Labyrinth dieser Verzweigungen der Selbstsucht? –
Und wurde nicht gerade diese kulminierende Ausbreitung der Selbstsucht oder des Egoismus als "Hölle", als "Götterdämmerung" oder "Tag des jüngsten Gerichts" und ihre Zeitepoche als die "letzten Tage" angekündigt, wonach ein "neuer Himmel" und eine "neue Erde" offenbart werden und herrschen sollten? –
Wir sehen also hier, dass die ganze mentale Erscheinung und das heutige Schicksal des Erdenmenschen ihren Ursprung in dieser Aufteilung der Wesen in zwei Halbgeschlechtswesen haben, durch welche der Zugang zur Seligkeit oder zum Erleben des wahren Lebens mehr oder weniger auf Sklavenbindung und Ausrottung des eigenen Geschlechts basiert. |
Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.
Seitenübersicht