Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Wie das Suchen des Individuums nach dem Erleben seiner eigenen ewigen Existenz zum "Selbsterhaltungstrieb" wurde | 1655. Es ist also hier notwendig daran zu erinnern, dass, wenn das Lebewesen auch eine ewige Realität ist, dies gar nichts bedeutet, wenn es nicht gleichzeitig sein ewiges Sein zum Erlebnis machen könnte. Um das ewige Sein zum Erlebnis zu machen, muss das genannte Erlebnis jedoch geschaffen oder hervorgebracht werden. Aber das Hervorbringen kann nur durch Verlangen und Befriedigung des Verlangens oder durch Hunger und Sättigung stattfinden. Und wir wissen ja bereits, in welcher Weise die ganze Struktur des Lebewesens gerade auf Hunger und Sättigung basiert. Dieser Hunger und diese Sättigung werden also vom Urbegehren des Lebewesens, das seine Wurzel im "X2" oder im Oberbewusstsein hat, ausgelöst und verpflanzt sich hinunter in das Unterbewusstsein des Individuums, das wiederum aus dem Tages- und Nachtbewusstsein besteht. Da nun das Urbegehren im Wesen bedingt, dass das Lebewesen sein ewiges Dasein zu erleben begehrt, greift dieses Begehren vom Oberbewusstsein in das Unterbewusstsein über und wird im Tagesbewusstsein zu einem Verlangen danach, all die Erscheinungen, die einen Gegensatz zum ewigen Leben bilden, auszulösen. Damit eine solche Schaffung aber wirklich effektiv werden kann, muss das genannte Urbegehren zu einem Begehren umgeformt werden, dessen Erfüllung lebenswichtig ist. Auf diese Weise wurde das Suchen des Individuums nach seiner eigenen Existenz zunächst zum "Selbsterhaltungstrieb". |
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