Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Der Blick von den allerhöchsten Gipfeln oder vom eigenen Aussichtspunkt des Vaters | 1678. Es ist möglich, dass es hier dem Leser oder Wahrheitssucher ein wenig schwindelt. Aber wir befinden uns hier auch auf dem allerhöchsten Gipfel des Lebens selbst. Es gibt keinen höheren Blick auf das Universum, die Ewigkeit und die Unendlichkeit als eben von dem Punkt aus, wo wir nun das ganze Weltall überblicken. Wir befinden uns auf dem eigenen Aussichtspunkt des Vaters. Hier wird das große Fazit "alles ist sehr gut", d.h. Gottes eigene Einstellung zum Leben, Universum oder Weltall, zur Tatsache. Hier ist das Individuum oder der Gottessohn von der Parteilichkeit für das Licht, die Religion oder Gottesauffassung befreit, die Wahnvorstellungen von der Finsternis, wie auch Unterschätzung und Empörung ihr gegenüber zur Folge hat. Hier erscheint die Finsternis oder die "Hölle" in ihrer wahren Mission als ein Segen, ohne den die göttliche Hand niemals den "Menschen als Abbild Gottes" erschaffen könnte. Die "Finsternis" ist infolgedessen in Wirklichkeit ein Segen, genau wie das Licht. Das Leben wäre ja genauso unmöglich ohne den Kontrast der Finsternis, wie es auch undenkbar ohne den Kontrast des Lichts sein würde. Auf diesem höchsten Aussichtspunkt des Lebens, auf dem wir uns hier befinden, sehen wir, dass es keinen Tod gibt. Es war die Vorstellung von Verdammnis, Tod und Untergang, die die Furcht vor der "Hölle" oder der Finsternis verursachte. Hier sehen wir jedoch, dass von allen, die auf den Schlachtfeldern oder von der Hand des Hasses "starben", sowie von allen, die aus anderen Gründen, z. B. an Krankheit oder Altersschwäche "starben", gar keiner "tot" ist. Das, was als der "Tod", die "Hölle" oder die Finsternis angesehen wurde, war nichts anderes als ein "Farbstoff", ein "Dekorationsmaterial", ein "dunkler Anstrich", den das unsterbliche Ich zusammen mit Gottes modellierender und malender Hand hinter den toten Körpern beim Formen seines Lebenskunstwerks: dem "Menschen als Abbild Gottes" benutzte. Die toten Körper, die Leichen in den Gräbern, sind nur Hobelspäne oder Abfallstoffe dieses göttlichen Schöpfungsprozesses, dieser göttlichen Umwandlung der Mentalität vom "Tier" in den "Menschen". Jenseits aller Reinkarnationen, jedes Untergangs der Organismen oder Körper, existiert das ewige Ich mit seinem ebenso ewigen Oberbewusstsein. Hier existiert es als identisch mit der Ewigkeit selbst und kann die Zeit, den Raum, das Licht und das Dunkel als Material für sein kosmisches oder überirdisches Kolorit oder zum Erschaffen der Strahlenglorie des Lichts benutzen, in der es "eins mit dem Vater" ist und "den Weg, die Wahrheit und das Leben" ausmacht. |
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